Bayern: Studie zu Menschenfeindlichkeit wird vorgestellt

In Bayern ist die Ablehnung von Muslimen, Langzeitarbeitslosen, Sinti und Roma sowie Flüchtlingen inzwischen ein verbreitetes gesellschaftliches Phänomen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München über «Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit» in Bayern, die am Montag (11.00 Uhr) vorgestellt werden soll. Die Wissenschaftler haben untersucht, wie ausgeprägt die Ablehnung von Muslimen, Ausländern, Juden, Homosexuellen, Flüchtlingen und Langzeitarbeitslosen im Freistaat ist.

Es handelt sich nach Angaben der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, die die Umfrage gefördert hat, um die erste bayernweite Studie dieser Art. 1731 bayerische Haushalte wurden dazu befragt. Hintergrund sei die steigende Zahl rechter Straftaten in Bayern und das veränderte Profil der Täter, die oft nicht mehr aus der einschlägig bekannten, rechtsextremen Szene stammten.

dpa