Fr., 22.03.2019 , 08:23 Uhr

Zeitumstellung: Höheres Risiko für Wildunfälle

Am 31. März werden die Uhren eine Stunde vorgestellt, der Berufsverkehr fällt über Nacht in die Dämmerung. Wildtiere kennen allerdings weder Winter- noch Sommerzeit. Mit zunehmender Tageslänge werden sie aktiver. Insbesondere Vegetarier wie das Reh schalten im Frühjahr den Energiesparmodus aus und sind vermehrt auf Futter- und Reviersuche. Die Hauptaktivität fällt dann in die Morgen- und Abenddämmerung, in der reger Berufsverkehr auf den Straßen herrscht. Damit steigt die Gefahr von Wildunfällen. Darauf macht der Deutsche Jagdverband (DJV) aufmerksam.

Keine andere große Säugetierart ist derart häufig in Verkehrsunfälle verwickelt wie das Reh, geht aus der aktuellen DJV-Statistik hervor: Allein in der Zeit vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 ereigneten sich 191.590 Unfälle mit Rehen. Das sind mehr als 82 Prozent aller registrierten Kollisionen mit Paarhufern. Insgesamt verunglückten im vergangenen Jahr über 233.000 Rehe, Hirsche und Wildschweine auf deutschen Straßen – das entspricht einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der DJV appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, besonders in der Dämmerung auf Straßen entlang der Wald-Feld-Kante oder durch den Wald besonders umsichtig zu fahren und die Geschwindigkeit zu drosseln. Wenn ein Tier auf die Fahrbahn läuft, sollte der Fahrer kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar: Bremspedal durchtreten, Lenkrad gut festhalten und Fahrtrichtung beibehalten. Unkontrollierte Ausweichmanöver erhöhen das Unfallrisiko. Nach einem Crash: Warnblinkanlage einschalten, Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen.

 

Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbands

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