Di., 12.03.2024 , 09:28 Uhr

Zahl der Geldautomaten-Sprengungen in Bayern steigt auf sieben

Im Schnitt mindestens alle zehn Tage explodiert im Freistaat seit Jahresbeginn ein Geldautomat. In Niederbayern haben sich Kriminelle nun gleich zwei Banken binnen einer Nacht als Ziele ausgesucht.

Die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen im laufenden Jahr ist in der Nacht zu Freitag auf sieben gestiegen. Wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte, sprengten unbekannte Täter zwei Automaten in zwei benachbarten Bankfilialen in Elsendorf (Landkreis Kelheim). Dabei seien die beiden Gebäude, in denen auch Wohnungen sind, zwar beschädigt worden, sagte ein LKA-Sprecher am Freitag.

«Die Statiker haben aber kein größeres Problem festgestellt, so dass die beiden Gebäude diesbezüglich wieder freigegeben worden sind.»

Wie viel Beute die unbekannten Täter machten, blieb zunächst unklar.

Nach Angaben des Landeskriminalamts war es bereits der siebte Fall dieser Art im laufenden Jahr im Freistaat. Damit explodierte im Schnitt bisher mindestens alle zehn Tage in Bayern ein Bankautomat – unter anderem in Unterfranken, Oberbayern und der Oberpfalz. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, also von Jahresbeginn bis 8. März 2023, hatten die Ermittler nur zwei Sprengungen registriert.

Wie viel Beute die Täter seit Jahresbeginn in Bayern machten, wollte ein LKA-Sprecher auf Nachfrage nicht sagen. Die Suche nach Verdächtigen laufe «auf Hochtouren». Weitere Details könne er dazu nicht nennen.

Die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen in Bayern war im vergangenen Jahr deutlich gesunken, nachdem gleich mehrere mutmaßliche Täter verhaftet worden waren. Waren im Jahr 2022 noch 37 Fälle gemeldet worden, waren es im vergangenen Jahr nur noch 21. Darunter waren auch zwei erfolglose Versuche. Schon zum Jahreswechsel vermuteten die Ermittler, dass dieser Trend wohl nicht anhalten wird.

«Wir brauchen nicht blauäugig sein», sagte ein LKA-Sprecher damals. «Die Täter werden ersetzt.»

Am Freitagmorgen waren Ermittler in Elsendorf demnach damit zunächst beschäftigt, die Tatorte zu untersuchen. Zur Höhe einer möglichen Beute bei den Sprengungen konnte der LKA-Sprecher daher zunächst keine Angaben machen. Die Ermittler hoffen, dass eine Untersuchung des Sprengstoffs in München in den kommenden Tagen Hinweise auf die Täter liefern könnte.

 

 

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