Do., 04.02.2021 , 16:57 Uhr

Wörth an der Donau: Neues zum Corona-Ausbruch in der Kreisklinik

Die Kreisklinik Wörth zeigt sich stabil. Laut Landratsamt Regensburg gehe es den bislang 39 positiv getesteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in häuslicher Isolierung befinden, den Umständen entsprechend gut. Von den insgesamt 13 Patienten, die  Covid-19 positiv getestet wurden, befindet sich noch ein Patient auf der Intensivstation. Eine weitere in die Klinik Donaustauf verlegte Person hat einen schweren Verlauf. Ein über 80-Jähriger, der aus dem Seniorenheim Wörth a.d. Donau mit einer bestehenden Corona Infektion in die Kreisklinik verlegt worden war, war bereits vergangenes Wochenende verstorben.

Die Klinikleitung zeigt sich gut eine Woche nach Beginn des Ausbruchsgeschehens erleichtert, dass die positiv getesteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soweit wohlauf sind. Die eigens eingerichtete Hotline der pneumologischen Abteilung werde sehr gut angenommen. Das Klinikpersonal absolviert weiterhin zweimal wöchentlich PCR-Tests, damit zur Wiederaufnahme der Regelversorgung jeder Mitarbeitende mindestens drei negative PCR-Tests vorliegen hat. Stand 3. Februar 2021 wurden insgesamt 1 086 Antigen-Schnelltests beziehungsweise PCR-Tests an den 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt.

Wer ambulante Termine in den Sprechstunden vereinbaren und wahrnehmen wollte, konnte dies auch in der vergangenen Woche wie gehabt tun. Seit Donnerstag, 4. Februar 2021, hat die Klinik nun auf Empfehlung des Gesundheitsamtes die stationäre Notfallversorgung wieder aufgenommen. Damit ist es nun wieder möglich, die Stationen 2 und 4 im ersten Stockwerk mit Notfallpatienten zu belegen, wobei jeder Patient ein Einzelzimmer erhält. Die Station 3, auf der sich das Ausbruchsgeschehen abgespielt hat, wird derzeit grundgereinigt und für die künftige Belegung vorbereitet. „Wir bitten um Verständnis, dass das Besuchsverbot, das seit 25. Januar 2021 gilt, vorerst noch weiterhin  – zur Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ –  in Kraft bleibt, so Krankenhausdirektor Martin Rederer. Die Rückkehr zum vollständigen Regelbetrieb wird ab Mitte Februar avisiert.

Hintergrund

An der Kreisklinik Wörth wird seit März 2020 routinemäßig jeder stationär geplante Patient mindestens 48 Stunden vor Aufnahme einem PCR-Test unterzogen. Notfallpatienten werden zunächst per Antigen-Schnelltest getestet, zusätzlich einer PCR-Testung unterzogen und dann bis zum Ergebnis der PCR isoliert. Auch bei ambulanten Operationen wird so verfahren. Asymptomatische Mitarbeiter werden im Rahmen der Coronavirus-Testverordnung (TestV), nach einem hauseigenen Testkonzept getestet. Das von der Klinik durchgeführte Verfahren geht deutlich über die von Bund und Freistaat geforderten Hygiene- und Abstrich-Maßnahmen hinaus. In den letzten Wochen hatten die pflegerischen und ärztlichen Mitarbeiter in der Spitze zusätzlich mehr als zwölf intensivpflegerisch zu behandelnde Covid-19 Patienten im guten partnerschaftlichen Austausch mit einer nahen Senioreneinrichtung zu versorgen.

 

Landratsamt Regensburg/MS

 

Unsere Berichte zu dem Thema

Wörth an der Donau: Nofallaufnahme an Kreisklinik wieder geöffnet & Besuche in Seniorenheim wieder erlaubt
An der Kreisklinik in Wörth an der Donau können seit Donnerstag wieder Notfallpatienten behandelt werden. Die Corona-Lage ist aktuell stabil. Auch das Seniorenheim in Wörth an der Donau lockert seine Corona-Beschränkungen. Bereits am Wochenende sind in Teilbereichen wieder erste Besuche erlaubt.
Wörth an der Donau: Mehrere Corona-Fälle in der Kreisklinik

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