Mo., 20.07.2020 , 11:11 Uhr

"Wo sind die Fahrgeschäfte?" - Corona-Touristen im Bayerischen Wald

Durch die Corona-Krise ist der Urlaub in der Heimat beziehungsweise im eigenen Land diesen Sommer besonders beliebt. Auch der Bayerische Wald boomt. Der Nationalpark wird von vielen "Corona-Touristen" aber mit einem Freizeitpark verwechselt. 

Die Corona-Krise beschert dem Nationalpark Bayerischer Wald einen enormen Andrang an Besuchern. Darunter seien viele, die sonst ihren Urlaub wohl eher anderswo verbracht hätten, sagte Direktor Franz Leibl. «Da sind Leute da, die verwechseln uns mit einem Freizeitpark, die wollen etwas erleben.» Aber genau das sei der Nationalpark nicht. Zurzeit kämen Fragen wie «Wo sind die Fahrgeschäfte?», erzählte auch Rangerin Christine Schopf.

Leibl zufolge haben in Umfragen die Besucher bislang zu 95 Prozent geschrieben, sie kämen, um Ruhe und Erholung zu finden und die Natur zu erfahren. «In normalen Jahren wissen die meisten Leute schon, warum sie hier sind. Im Moment ist das Klientel ein bisschen anders.»

Und noch etwas hat sich verändert, abgesehen von völlig überfüllten Parkplätzen: Der Ton ist rauer geworden, wie Schopf berichtete. Es gebe Besucher, die viel schneller gereizt seien oder auf freundliche Hinweise, sich an die Nationalpark-Regeln zu halten, unfreundlich reagierten. Die Rücksichtslosigkeit nehme zu. Das sagte auch Leibl: «Das ist ein Trend, der sich durch Corona verfestigt hat.»

So machten es E-Bikes möglich, auf immer anspruchsvolleren, illegalen Strecken durch den Bayerischen Wald zu fahren. Früher seien Mountainbiker auf den ausgewiesenen Radwegen geblieben, sagte Schopf. Immer öfter müssten sich die Ranger aber nun mit wild fahrenden Bikern auseinandersetzen - und in Zeiten von Corona umso mehr.

 

dpa / MB

 

Weitere Nachrichten zur Corona-Krise:

04.04.2026 Regensburg: Schlägerei am Hauptbahnhof – 26-Jährige greift Bundespolizisten an Am Karfreitag (3. April) ist es am Hauptbahnhof Regensburg zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Der Streit begann zunächst verbal, eskalierte jedoch wenig später. Auch Unbeteiligte mischten sich ein. Eine 26-jährige Deutsche griff im weiteren Verlauf einen Bundespolizisten an. Verletzt wurde niemand. 13.07.2025 Roding: Unberechtigt auf Dachboden genächtigt In Roding wurde am 13. Juli ein 59-Jähriger auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses beim unbefugten Nächtigen angetroffen, festgenommen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen – ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. 26.01.2025 Regensburg: Tödlicher Verkehrsunfall auf der A3 Auf der A3 bei Regensburg kam es heute in den frühen Morgenstunden zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Toten und mehreren Verletzten. 24.01.2025 Bayern: Laut Gerlach gut für künftige Pandemien gewappnet Fünf Jahre nach der ersten bestätigten Corona-Infektion zieht Bayerns Gesundheitsministerin eine positive Bilanz der daraus gezogenen Konsequenzen - anders als Jens Spahn. 12.12.2024 Regensburg: Einbruch in Juweliergeschäft – Zeugen gesucht In Regensburg wurden bei einem Einbruch in ein Juweliergeschäft über 80 Schmuckstücke gestohlen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise. 01.12.2024 Oberhinkofen: Drei Verletzte nach Frontalzusammenstoß Am Samstag, den 30. November 2024, ereignete sich gegen 13:15 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall in Oberhinkofen, Gemeinde Obertraubling, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Der Unfall geschah auf der Kreisstraße R19 kurz hinter dem Ortsausgang. Unfallhergang Ein 91-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Regensburg war in Richtung Regensburg unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache auf

Das könnte Dich auch interessieren

30.03.2026 Ostbayern: Rückruf von «Salami Mini Brez'n» In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen werden drei Chargen von «Salami Mini Brez'n» zurückgerufen - das ist der Grund dafür. 25.03.2026 IKEA ruft Kerzen wegen Brandgefahr zurück Der Möbelhändler IKEA ruft die SMÖJTRÄD Lüsterkerzen, duftneutral, 25 Zentimeter, zurück. 18.03.2026 Weniger Verletzte und Tote bei Verkehrsunfällen in Bayern im Januar 2026 Nach vorläufigen Angaben der Polizei wurden im Januar 31.072 Unfälle registriert. Das sind 6,8 Prozent mehr als im Januar 2025. Gleichzeitig sank jedoch die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, deutlich.Weniger Unfälle mit Personenschaden In 2.514 Fällen kamen Personen zu Schaden. Das entspricht einem Rückgang um 12,4 Prozent im Vergleich zum 17.03.2026 Ostbayern: Zwei Autodiebstähle in einer Nacht - Ein Wagen nach Unfall gefunden In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden in Deining und in Velburg je ein Auto gestohlen. Eines der Autos wurde später nach einem Verkehrsunfall in Bad Kötzting gefunden. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise.