Mi., 12.10.2022 , 15:53 Uhr

Winterquartier für Igel: Igelhaus selber bauen

Der goldene Herbst bedeutet für die Igel, sich ein Winterquartier zu suchen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten. Sie können die kleinen Stacheltiere auch mit einem Igelhaus unterstützten. Diese kann man sogar selber bauen.

Im Herbst macht sich der Igel auf die Suche nach einem kuscheligen Platz für den Winterschlaf. Doch viele der Tiere sind um diese Zeit noch mit der Futtersuche beschäftigt. Um dem Igel eine Arbeit abzunehmen, können Sie ihm ein passendes Quartier zur Verfügung stellen: ein Igelhaus! Einen solchen Schlafplatz gibt es bereits fertig zu kaufen, Sie können aber auch selbst Hand anlegen.

Auf dieser Seite finden Sie eine ausführliche Anleitung, wie ein solches Igelhaus gebaut wird. Neben der Material- und Werkzeugliste gibt es auch eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung.

 

Igelhaus vorbereiten

Ab Anfang Oktober sollen Sie den Igelschlafplatz im Garten aufstellen. Die ersten Igel-Männchen gehen bereits zu dieser Zeit in den Winterschlaf. Die meisten Tiere ziehen aber erst in ihr Winterquartier ein, wenn die Bodentemperatur auf 0 Grad oder weniger sinkt.

Der beste Platz für ein (selbstgebautes) Igelhaus ist eine ruhige, schattige und trockene Gartenecke. Suchen Sie einen geschützten Ort, z.B. unter Hecken, Sträuchern oder Bäumen.

Zusätzlich sollte das Igelhaus von außen mit viel Laub geschützt werden. Es empfiehlt sich, das Quartier nach unten offen zu gestalten und am besten auf Bretter oder flache Steine zu stellen. Sollte es im Häuschen einmal feucht werden, kann es dadurch schneller trocknen.

Natürliche Überwinterungsmöglichkeiten

Ordnung ist nichts für den Igel - er mag es unordentlich. Deshalb sind vor allem naturbelassene Ecken im Garten ein guter Platz. Lassen Sie herabfallendes Laub liegen, auch Laubhaufen sind ein mögliches Winterquartier.

Igel nutzen auch Hohlräume in Holz- und Steinbauten zum Schlafen.

Ein weiterer Klassiker sind dichte Hecken und Komposthaufen. Dort finden die stacheligen Tiere nicht nur Nahrung, sondern auch Verstecke für den Winter.

 

Frühjahr: Ende des Winterschlafs

Im Frühjahr verlässt der Igel nach dem Winterschlaf sein Quartier. Natürliche Überwinterungsmöglichkeiten können dann gegebenenfalls entsorgt werden. Das Igelhaus sollte gründlich mit heißem Wasser und einer Bürste gereinigt werden. Dabei dürfen aber keine chemischen Putzmittel verwendet werden. Das Nistmaterial muss entsorgt werden. Tragen Sie zum eigenen Schutz bei den Reinigungsarbeiten immer Handschuhe, denn gerade im Nistmaterial können sich Flöhe und Zecken angesiedelt haben.

Wenn sich der Igel in seinem Häuschen wohlgefühlt hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er dieses auch im kommenden Jahr wieder nutzt. Deshalb sollten Sie das Igelhaus nach dem Reinigen stehen lassen.

 

Igelhilfe – was ist erlaubt?

Der Igel ist eine besonders geschützte Tierart. Nur kranke und verletzte Igel dürfen häuslich aufgenommen und gepflegt werden. Sobald sich diese Tiere wieder selbst erhalten können, müssen sie unverzüglich in die Freiheit entlassen werden.

Für die Pflege eines hilfsbedürftigen Igels reicht Tierliebe allein nicht aus. Igelfinder sollten sich in jedem Fall die nötige Sachkenntnis aneignen oder im Zweifelsfall fachkundigen Rat einholen.

Mehr Infos hierzu finden Sie auf https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/igel

 

 

Bund Naturschutz / Karänke Immobilien / MB

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