Do., 01.12.2016 , 09:18 Uhr

Wetter: Winter setzt sich noch nicht durch!

Heute startet für die Meteorologe der Winter. Mit dem 1. Dezember ist der Herbst abgeschlossen. Das Wetter gibt sich allerdings am heutigen Tag wenig winterlich. Es ist deutlich milder als in den vergangenen Tagen. Zudem gibt es im Nordosten heute noch richtig viel Wind. Gegen Abend sind sogar in tiefen Lagen Sturmböen bis 70 oder 80 km/h möglich. Die frostigen Nächte sind ebenfalls erstmal vorbei bzw. legen eine kleine Pause ein. In den vergangenen Nächten war es für die Jahreszeit bereits ungewöhnlich kalt. In einigen Weinbauregionen konnte bereits Eiswein gelesen werden und das noch im November. Das gibt es auch nur ganz selten. Im vergangenen Winter konnte fast überhaupt kein Eiswein gelesen werden, da es viel zu warm war. Die Temperatur muss nachts mindestens auf minus 7 Grad sinken.

Doch das kalte Wetter pausiert nun erstmal. Jetzt kommt Tief Theresa und das bringt dem Nordosten Sturmböen.

„Bei solchen Sturmböen kann ein Aufenthalt auf den Weihnachtsmärkten schon mal gefährlich werden. Die großen geschmückten Weihnachtsbäume sind eine willkommene Angriffsfläche für Sturmböen. Da kann so ein großer Baum schnell mal umkippen und für Schäden oder gar verletzte sorgen. Da sollte man heute besonders im Nordosten vorsichtig sein“ mahnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

So werden die kommenden Tage im Detail:

 

WEIHNACHTSTREND 2016!

Um es direkt zu sagen: Eine Prognose für das Weihnachtswetter ist rund 24 Tage vor dem Fest einfach noch nicht möglich. Wir können allerdings festhalten, dass die Ausgangslage in Sachen Schnee und Kälte zum Fest in diesem Jahr offenbar deutlich besser als in den vergangenen Jahren ist. Da war es selbst in Russland und Sibirien ungewöhnlich warm.

Über Russland und Sibirien hat sich aktuell ungewöhnlich viel Kaltluft angesammelt. Die kalte Luft ist uns dabei recht nah und hat uns ja auch immer wieder mal einen kurzen Besuch abgestattet.

Die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten liegt statistisch gesehen im Flachland bei 5 bis 15 Prozent, die geringsten Werte entlang des Rheins. In Lagen ab 500 m liegt die Wahrscheinlichkeit bei 20 bis 30 Prozent. Die Zugspitze darf sich wie jedes Jahr über satte 100 % Schneewahrscheinlichkeit zum Fest freuen- das ist bei fast 3000 m Höhe aber auch keine Kunst.

„Auf diese langjährigen Erfahrungswerte kann man aufgrund der aktuellen Ausgangswetterlage sicherlich noch mal 10 bis 15 Prozent draufschlagen. Dieses Jahr ist die Wahrscheinlichkeit also etwas höher als im langjährigen Durchschnitt. Erste genauere Prognosen kann man ungefähr 5 bis 8 Tage vor dem Fest abgeben“ erklärt Wetterexperte Jung.

Pressemitteilung wetter.net/MF

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