Di., 14.06.2016 , 09:24 Uhr

Wetter: Neue Unwetter erwartet

Als US-Wetterexperten bereits Mitte Mai als Trend für die nächsten Monate für Deutschland einen Gewittersommer mit zahlreichen Unwettern angekündigt hatten (wetter.net hatte am 13.Mai 2016 darüber berichtet) haben einige Kollegen der Branche darüber nur herzlich gelacht. Mittlerweile dürften man das allerdings nicht mehr ganz so entspannt sehen.

 

Bereits Mitte Mai hatten die US-Experten eines großen und alteingesessenen Wetterdienstes in den USA für Europa und insbesondere für Deutschland eine markante Grenzwetterlage gesehen. Immer wieder sollten sich wärmere und deutlich kühlere Luftmassen über Deutschland treffen und dort für viel feuchte und schwüle Luft sorgen, die dann zu zahlreichen Gewittern und Unwettern führen könnte.

 

„Man mag nun von solchen Trends halten was man mag, aber Fakt ist nun mal, dass sich seit Wochen nun genau diese Wetterlage eingefahren hat. Aus Osten kommt immer wieder sehr warme Luft ins Land, vom Westen hält kühlere Luft dagegen. Die Tiefs drehen sich teilweise immer wieder tagelang über unseren Köpfen. Am eindrucksvollsten war das bei Tief Elvira und Tief Friedericke. Beide Tiefs lagen zeitweise stationär über unseren Köpfen und haben für heftige Unwetter mit Starkregen, Tornados und Hagel gesorgt. Zudem gab es zahlreiche Verletzte durch Blitzschlag. Und: ein Ende der unwetterträchtigen Wetterlage sehe ich zumindest für den Juni nicht. Es drohen weitere Unwetter. Erst gestern gab es neue starke Gewitter mit heftigem Regen und Überflutungen. Zudem gab es erneut die Sichtung von Tornados mit schweren Gebäudeschäden. Was das nur der Anfang zu einem extrem Unwetterträchtigen Sommer?“ fragt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

 

Weiteres Zitat vom 13. Mai 2016:

 

„Flash flooding will be a concern due to the slow-moving nature of the thunderstorms, with the greatest threat expected across Baden Wurttemberg and Bavaria”

 

Das Problem sollten demnach langsam ziehende Gewitter sein, mit der höchsten Gefahr in Baden-Württemberg und Bayern. Wieder ein Volltreffer, denn genau das war das Problem: langsam ziehende Gewitter mit Starkregen. Und die größten Fluten gab es tatsächlich in Bayern und Baden-Württemberg.

Bild: Sintflutartige Regenmengen werden für den Süden Deutschlands und die Alpen prognostiziert, bis nächsten Donnerstag ( 23.6.) sollen dort lokal fast 400 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen

 

 

Der Wettertrend der kommenden Tage:

 

Pressemitteilung wetter.net/MF

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