So., 10.05.2026 , 13:11 Uhr

Weiden/Regensburg: Warnstreiks bei der Telekom gewinnen in der Oberpfalz deutlich an Kraft

Die Warnstreiks bei der Deutschen Telekom haben in dieser Woche deutlich an Dynamik gewonnen. Von Mittwoch bis Samstag beteiligten sich zahlreiche Beschäftigte an Arbeitsniederlegungen. Laut der Gewerkschaft ver.di Bezirk Oberpfalz konnte die Streikbeteiligung im Vergleich zur Vorwoche spürbar gesteigert werden.

Bereits am Mittwoch legten mehrere hundert Beschäftigte aus Technik- und Servicebereichen in Bayern ihre Arbeit nieder. Am Donnerstag wurde der Arbeitskampf in mehreren Bundesländern ausgeweitet, darunter auch in Bayern. Viele folgten dem Aufruf zu ganztägigen Warnstreiks. Auch am Samstag beteiligten sich zahlreiche Mitarbeitende und verliehen ihren Forderungen zusätzlichen Nachdruck.

Streiklokale in Weiden und Regensburg gut besucht

Ein deutliches Zeichen kam aus der Oberpfalz. Sowohl in Weiden als auch in Regensburg wurden Streiklokale eingerichtet. Diese seien von vielen Kolleginnen und Kollegen genutzt worden. Die hohe Beteiligung und der intensive Austausch vor Ort machten deutlich, dass der Arbeitskampf auch regional fest verankert ist.

Die Stimmung an den Streikorten wurde als kämpferisch und solidarisch beschrieben. Viele Beschäftigte hätten klargemacht, dass sie kein weiteres Abwarten akzeptieren wollen.

Klare Erwartungen an dritte Verhandlungsrunde

Mit Blick auf die 3. Verhandlungsrunde am 11. und 12. Mai 2026 verbinden die Streikenden klare Erwartungen. Die Arbeitgeberseite müsse Bewegung zeigen und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.

Eva Bößl, Mitglied der bayerischen Arbeitskampfleitung, erklärte:


„Wir haben uns im Vergleich zur Vorwoche klar gesteigert – das ist ein starkes Signal. Das zeigt sich auch in der Oberpfalz mit den gut besuchten Streiklokalen in Weiden und Regensburg. Die Kolleginnen und Kollegen sind hochmotiviert und erwarten nun deutlich Bewegung in der dritten Verhandlungsrunde am 11. und 12. Mai.“

Auch auf Bezirksebene wird die gestiegene Beteiligung als wichtiger Schritt unmittelbar vor den anstehenden Verhandlungen gewertet. Der Druck auf die Arbeitgeber wachse spürbar.

Alexander Gröbner, Bezirksgeschäftsführer ver.di Oberpfalz, betonte:


„Diese drei Streiktage zeigen, wie groß der Unmut in den Betrieben ist – auch hier bei uns in der Region. Die Beschäftigten haben klar gemacht: Jetzt ist die Telekom am Zug. Für die dritte Verhandlungsrunde erwarten sie echte Bewegung und ein Angebot, das den Einsatz der Kolleginnen und Kollegen anerkennt.“

Geschlossen und entschlossen richten die Beschäftigten ihren Blick nun auf die dritte Verhandlungsrunde Mitte Mai.

PM ver.di Bezirk Oberpfalz / TVA Onlineredaktion

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