Ein Abend in einem Weidener Lokal nahm im Februar 2022 ein tragisches Ende. Eine Gruppe bestellte dort eine Flasche Champagner, in der sich allerdings kein Sekt, sondern das hochgiftige Betäubungsmittel MDMA befand. Von den acht Gästen, die tranken, starb ein Mann, mehrere weitere erlitten lebensgefährliche Vergiftungen.
Vor dem Landgericht Weiden steht nun ein 46-jähriger Niederländer. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Tötung sowie bandenmäßigen Drogenhandel vor. Er soll Teil einer Gruppe gewesen sein, die große Mengen MDMA herstellte, um sie in Deutschland und im Ausland zu verkaufen.
Laut Ermittlungen diente die Champagnerflasche als Tarnung für den Drogenhandel. Der Angeklagte soll als Logistiker für den Transport der Flaschen ins Ausland verantwortlich gewesen sein. Über Umwege gelangten mehrere der manipulierten Flaschen in den Handel.
Der Prozess begann vor wenigen Tagen und soll sich über 21 Verhandlungstage erstrecken. Ein Gerichtssprecher teilte mit, dass das Urteil voraussichtlich Anfang März gesprochen wird.
dpa / MF