Do., 24.09.2020 , 10:56 Uhr

Wegen Corona: Bayerische Gesamtwirtschaft verliert im 1. Halbjahr 2020 überdurchschnittlich

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Bayern im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 nach ersten Berechnungen preisbereinigt um 7,0 Prozent ab. Damit fiel der Wirtschaftseinbruch in Folge der Schutzmaßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres in Bayern im Vergleich zu Deutschland insgesamt überdurchschnittlich hoch aus. Hier sank das BIP um 6,6 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2020 schrumpfte die bayerische Volkswirtschaft überdurchschnittlich stark. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik aufgrund erster, vorläufiger Ergebnisse des Arbeitskreises „Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen der Länder“ mitteilt, nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 preisbereinigt um 7,0 Prozent ab. Damit fiel der Rückgang um 0,4 Prozentpunkte höher aus als in Deutschland insgesamt. Dies lag vor allem an der in Bayern gesamtwirtschaftlich höheren Bedeutung des von den Schutzmaßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie besonders betroffenen Verarbeitenden Gewerbes.

Alle Länder verzeichneten im ersten Halbjahr 2020 einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Einbruch ihrer Wirtschaftsleistung. Verhältnismäßig glimpflich fiel dieser in Schleswig-Holstein (-3,8 Prozent) und Brandenburg (-4,9 Prozent) aus. Besonders schwer traf es Bremen (-8,7 Prozent) und das Saarland (-9,5 Prozent). In den alten Ländern (ohne Berlin) entsprach der BIP-Rückgang mit -6,7 Prozent nahezu dem gesamtdeutschen Wert, die neuen Länder (ohne Berlin) waren mit -5,8 Prozent weniger stark betroffen.

Bei den hier für das erste Halbjahr 2020 vorgelegten Länderergebnissen handelt es sich um eine erste, vorläufige Berechnung des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass die den Berechnungen zugrunde liegende Datenbasis drei Monate nach dem Ende des Berichtszeitraums naturgemäß noch dünn ist, sodass zu späteren Rechenständen Änderungen der Wachstumsraten und auch in der Reihenfolge der Bundesländer möglich sind.

Mitteilung Landesamt für Statistik

 

Erklärvideo zum Thema Bruttoinlandsprodukt

Das Landesamt für Statistik hat zum Thema Bruttoinlandsprodukt (BIP) auch ein Video veröffentlicht, das Sie hier finden können.

 

Das könnte Dich auch interessieren

10.06.2026 Regensburg: 25 Jahre TechBase – Gründerzentrum feiert Jubiläum mit Hubert Aiwanger Regensburg feiert 25 Jahre TechBase: Das Gründerzentrum gilt als wichtiger Motor für die Start-up-Szene in Ostbayern. Beim Jubiläum in Regensburg waren zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft dabei – darunter Wirtschaftsreferent Dieter Daminger, der damalige Oberbürgermeister Hans Schaidinger sowie Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. TechBase als Motor für Start-ups Bei der Jubiläumsveranstaltung betonte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger 01.06.2026 Bayern: Metall- und Elektroindustrie baut weiter Arbeitsplätze ab Die bayerische Metall- und Elektroindustrie steckt weiter in der Krise. Im ersten Quartal gingen sowohl die Produktion als auch die Beschäftigtenzahlen zurück. Nach Angaben der Arbeitgeberverbände bayme vbm arbeiten derzeit noch rund 845.000 Menschen in der Branche. Das sind etwa 3.000 Beschäftigte weniger als im Vorquartal und 17.000 weniger als vor einem Jahr. Tausende Arbeitsplätze 29.05.2026 Bayern: Arbeitslosigkeit geht im Mai leicht zurück Die Arbeitslosigkeit im Freistaat ist im Mai leicht zurückgegangen. 313.557 Menschen waren arbeitslos gemeldet, das sind 9.190 weniger als im April. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg weiter mitteilte, lag die Arbeitslosenquote im Mai bei 4,0 Prozent, im April waren es 4,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen sei «saisonal üblich» zurückgegangen, sagte 30.04.2026 Bayern: Zahl der Arbeitslosen geht im April nur leicht zurück Normalerweise sorgt das Frühjahr für eine deutliche Entspannung am Arbeitsmarkt, doch diesmal blieb die erhoffte Belebung weitgehend aus. Arbeitslosenzahl sinkt nur minimal Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum März um 6.556 Personen auf insgesamt 322.747. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf