Do., 02.07.2026 , 18:18 Uhr

Warum der Streit mit den Piusbrüdern auch Regensburg trifft

Die erzkonservative Piusbruderschaft hat neue Bischöfe geweiht. Der Vatikan reagiert mit Ausschluss. Das Bistum Regensburg wendet sich mit einem Appell an seine Gläubigen.

Der Streit zwischen dem Vatikan und der erzkonservativen Piusbruderschaft hat auch Folgen für das Bistum Regensburg. Nachdem die Piusbrüder trotz des strikten Verbots von Papst Leo XIV. Bischöfe geweiht hatten, reagierte der Vatikan mit der Exkommunikation der an der Weihe beteiligten Männer. Auf dem Gebiet des Bistums Regensburg, genauer gesagt in Zaitzkofen, einem Ortsteil von Schierling, betreibt die Piusbruderschaft ein Priesterseminar. Die Diözese warnte nun die Gläubigen davor, in Zaitzkofen Gottesdienste zu besuchen und Sakramente zu empfangen.

Die Spendung des Sakraments der Buße und weiterer Sakramente durch die Priester der Bruderschaft St. Pius X. verliere durch die Entscheidung des Vatikans ihre Gültigkeit. «Den Gläubigen wird aus pastoraler Sorge dringend abgeraten, nach Zaitzkofen zu fahren, um die Heilige Messe zu feiern», hieß es in einer Mitteilung. Stattdessen sollten sie das Angebot von Priestern und Gemeinschaften nutzen, die «in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen», wie etwa die Priesterbruderschaft St. Petrus.

 

Formell mit der Kirche gebrochen

Auch sie feiert die Messe nach dem alten Ritus, der offiziell außerordentliche Form des römischen Ritus heißt. Zudem gebe es noch in weiteren Kirchen des Bistums die Möglichkeit, an Messen nach diesem Ritus teilzunehmen.

Der Papst hatte der traditionalistischen Piusbruderschaft verboten, Bischofsweihen durchzuführen, doch die Verantwortlichen der Gemeinschaft setzten sich am Mittwoch in der Schweiz darüber hinweg. Der Vatikan hat nach der Weihe nun die Exkommunikation der sechs Beteiligten bestätigt und festgestellt, dass die gesamte Glaubensgemeinschaft formell mit der Kirche gebrochen hat.

In dem Dekret stellte der Vatikan klar, dass sich nach der Weihe alle Kleriker der Bruderschaft «im Schisma befinden und daher als Schismatiker zu betrachten sind». Auch sie unterliegen damit der im Kirchenrecht vorgesehenen Exkommunikation. Die Behörde für Glaubenslehre sprach gleichzeitig eine Warnung an all jene aus, die sich den Schismatikern anschließen.

Die Piusbruderschaft lehnt die Reformen des 2. Vatikanischen Konzils ab und gilt als streng konservativ und hierarchisch.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

02.07.2026 Regensburg: SSV Jahn präsentiert neue Trikots für die Saison 2026/27 Präsentiert wurden die neuen Designs am Donnerstag vor zahlreichen Fans in der Netto-Filiale in der Hornstraße in Regensburg. Die neue Spielkleidung verbindet moderne Optik mit der langen Tradition des Vereins. Heimtrikot erzählt Regensburger Geschichte Das neue Heimtrikot setzt auf einen warmen Cremeton statt klassischem Weiß. Zusammen mit den roten Ärmeln und dem breiten roten Mittelstreifen 02.07.2026 Klage gegen Bistum: Ehemaliger Domspatz geht in Berufung Nachdem ein ehemaliges Mitglied der Regensburger Domspatzen mit seiner Schmerzensgeldklage gegen das katholische Bistum Regensburg gescheitert ist, muss sich nun das Oberlandesgericht Nürnberg mit dem Fall befassen. Die Klagepartei habe Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt, teilte eine OLG-Sprecherin mit. Die Sache sei im 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Nürnberg anhängig. Der Mann hatte in dem 02.07.2026 Wenzenbach: Rätselhafte Reizgase bei Müllentsorgung – Zwei Mitarbeiter verletzt Bei der Müllentsorgung in Wenzenbach sind am Donnerstagvormittag in einem Müllfahrzeug Reizgase freigesetzt worden. Zwei Mitarbeiter der Müllabfuhr klagten über Hustenreiz und Kopfschmerzen und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer hatte während der Tour eine Gasentwicklung in der Mülltrommel sowie einen chlorartigen Geruch bemerkt. Die Entsorgungsarbeiten wurden sofort abgebrochen. Die Feuerwehr stellte geringe 02.07.2026 Schierling: Kleintransporter kracht in geparktes Auto – zwei Verletzte Kleintransporter fährt auf geparktes Auto auf Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 1. Juli 2026, gegen 17:45 Uhr in der Allersdorfer Straße in Schierling. Ein 25-jähriger Fahrer eines Kleintransporters fuhr auf einen unbesetzten, geparkten Auto auf. Durch den Aufprall wurden der 25-Jährige sowie ein 34-jähriger Mitfahrer leicht verletzt. Beide kamen zur medizinischen Versorgung in verschiedene