Di., 19.12.2017 , 13:03 Uhr

Walhalla: Max Planck- und Käthe Kollwitz-Büsten sollen kommen

Die Künstlerin Käthe Kollwitz und der Physiker Max Planck sollen in der Walhalla bei Donaustauf verewigt werden. Der Ministerrat hat heute einer Aufstellung der Büsten beider Persönlichkeiten zugestimmt. Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle würdigte beide als große deutsche Persönlichkeiten – sowohl Käthe Kollwitz als auch Max Planck hätten auf ihrem Gebiet Herausragendes geleistet.

 

Die Pressemitteilung aus der Staatskanzlei:

Der Ministerrat hat heute der Aufstellung von Büsten von Käthe Kollwitz und Max Planck in der Walhalla zugestimmt. Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle: „Die Künstlerin Käthe Kollwitz und der Physiker Max Planck sind große deutsche Persönlichkeiten – beide haben auf ihrem Gebiet Herausragendes geleistet. Käthe Kollwitz berührt mit ihren Werken bis heute. Ihr Schaffen umfasst alle großen Lebensthemen. Sie stellt mit ihrem Leben und ihrer Haltung ein Vorbild dar, auf das alle Deutschen stolz sein können. Ihr Werk spiegelt menschliches Leid, Tod und Trauer. Es eröffnet auf einzigartige Weise die Perspektive von Frauen auf Kriegserfahrungen.“ Max Planck würdigte der Minister als Begründer der Quantentheorie: „Mit seinen Forschungen hat er den Übergang von der klassischen zur modernen Physik eingeleitet. Mit seinem Namen verbinden wir großartige wissenschaftliche Leistungen. Die nach ihm benannte Max-Planck-Gesellschaft zählt zu den weltweit angesehensten Forschungsinstitutionen.“

In der 1842 eingeweihten Ruhmes- und Ehrenhalle Walhalla, die im Auftrag König Ludwigs I. erbaut wurde, werden herausragende Deutsche durch die Aufstellung einer Büste besonders geehrt. Derzeit befinden sich in der Walhalla insgesamt 130 Büsten und 64 Gedenktafeln. Über die Aufstellung weiterer Büsten entscheidet der Ministerrat auf Vorschlag des Bayerischen Kunstministers. Dem geht eine gutachterliche Prüfung verschiedener Vorschläge durch die Bayerische Akademie der Wissenschaften voraus. Die Büste zu Ehren von Käthe Kollwitz soll im Jahr 2018, die Büste Max Plancks im Jahr 2019 in der Walhalla aufgestellt werden.

 

Zur Person von Käthe Kollwitz (1867-1945):

Käthe Kollwitz wurde 1867 in Königsberg geboren. In ihren Werken thematisiert sie insbesondere die Folgen des Ersten Weltkriegs für Frauen, Kinder und Familien. 1919 wurde sie als erste Frau zum Mitglied in der Preußischen Akademie der Künste ernannt. 1929 erhielt sie als erste Frau den Orden „Pour le Mérite“ für Wissenschaft und Künste. Wegen ihres aktiven Einsatzes gegen den Nationalsozialismus wurde sie 1933 zum Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste gezwungen, ihr Werk wurde als „entartete Kunst“ verfemt. Käthe Kollwitz starb 1945 in Moritzburg bei Dresden.

 

Zur Person von Max Planck (1858-1947):

Max Planck wurde 1858 in Kiel geboren. Nach seinem Umzug nach München war er dort Schüler des Maximiliansgymnasiums. Zahlreiche physikalische Gesetze und Konstanten sind nach dem Wissenschaftler benannt, beispielsweise das „Plancksche Wirkungsquantum“ oder das „Plancksche Strahlungsgesetz“. Wiederholt hatte er den Vorsitz der Deutschen Physikalischen Gesellschaft inne. Für seine Forschungen zur Begründung der Quantentheorie erhielt er 1918 den Nobelpreis für Physik. 1929 stiftete die Deutsche Physikalische Gesellschaft anlässlich seines Goldenen Doktorjubiläums die Max-Planck-Medaille, die bis heute für herausragende Leistungen in der theoretischen Physik verliehen wird. Max Planck starb 1947 in Göttingen.

Pressemitteilung/MF

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