Mo., 22.02.2021 , 16:01 Uhr

Waldmünchen: Viel Arbeit für Bundespolizei

Die Bundespolizeistation Waldmünchen berichtet von einem angeblichen Urlaubstrip im Grenzgebiet, der sich dann aber als Schleusung herausgestellt hat. Vier ukrainische Staatsbürger hatten die Urlaubsfahrt am Freitag nur gemacht, um unerlaubterweise einzureisen.

Am Samstag hat die Polizei zwei Minderjährige aufgefunden, die offenbar zuvor von einem Schleuser über die Grenze gebracht wurden. Die beiden 16 und 17 Jährigen sind zuvor offenbar von einem Fahrzeug mit rumänischem Kennzeichen von Tschechien aus zur Deutschen Grenze befördert worden. Die Polizei ermittelt und sucht im Fall der illegal eingeschleusten Minderjährigen noch Zeugenhinweisen.

MF

 

Die Berichte der Bundespolizei

Am Freitag (19. Februar) haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen am ehemaligen Grenzübergang Höll vier ukrainische Staatsbürger kontrolliert. Da sich die Personen in Widersprüche verwickelten, nahmen die Bundespolizisten das Quartett genauer unter die Lupe. Schließlich stellte sich eine als Urlaubsfahrt getarnte Reise als Einschleusung und unerlaubte Einreise mit geplanter Arbeitsaufnahme heraus.

Bundespolizisten kontrollierten am Freitagvormittag am ehemaligen Grenzübergang Höll ein Fahrzeug mit polnischer Zulassung. Die vier Insassen, zwei Männer und zwei Frauen, jeweils mit ukrainischer Staatsangehörigkeit gaben an, auf einem Urlaubstrip nach Amsterdam zu sein.
Angeblich hätten der 31-jährige und der 42-jährige Mann, beide verfügten über ein gültiges polnisches Visum, die beiden 42- und 51-jährigen Frauen zufällig in Polen kennen gelernt und sie spontan zu einer Reise nach Holland eingeladen. Die beiden Frauen hätten zwar in Polen Arbeit gesucht, da sie aber noch keine Anstellung gefunden hatten, willigten sie ebenso spontan ein.

Im weiteren Verlauf verstrickten sich die vier Personen in Widersprüche und Ungereimtheiten. Schließlich stellte sich heraus, dass die beiden Frauen in den Raum Frankfurt am Main zu einer dort befindlichen Sozialeinrichtung als Pflegekräfte gebracht werden sollten.

Die Einreise wurde deshalb untersagt und alle vier Personen in die Tschechische Republik zurückgewiesen.
Die beiden Männer erwartet eine Anzeige wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern, die beiden Frauen wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit.


Am Samstag (20. Februar) entdeckten Beamte der Landespolizei zwei Afghanen ohne nötigen Reisepass und Aufenthaltstitel in einem Bushäuschen bei Waldmünchen/Perlhütte. Da der Verdacht der unerlaubten Einreise bestand, übernahm die Bundespolizei die weiteren Ermittlungen.

Am Samstagabend meldete eine Taxifahrerin der Landespolizei, dass sie eine Person nach Straubing fahren sollte. Bei Ankunft in Perlhütte erblickte sie jedoch drei ausländisch aussehende Männer.

Als die Landespolizei am Bushäuschen ankam, traf sie dort auf zwei Minderjährige im Alter von 16 und 17 Jahren.Bisher unbekannte Täter verbrachten die beiden Minderjährigen wahrscheinlich mit einem dunklen Fahrzeug mit rumänischem Kennzeichen von Tschechien aus an die deutsche Grenze. Von dort führte ein unbekannter Schleuser die beiden zu Fuß nach Deutschland.Die beiden jugendlichen Afghanen wurden zwischenzeitlich in eine Jugendeinrichtung im Landkreis Cham untergebracht.

Die Bundespolizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern und der unerlaubten Einreise.

Zur zweifelsfreien Feststellung des Tatherganges sucht die Bundespolizei Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können. Der Grenzübertritt ereignete sich zwischen 10:00 und 20:00 Uhr am Grenzübergang Höll/Perlhütte.

Sachdienliche Hinweise bitte an die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen unter der Telefonnummer 09972 – 9408 – 0 oder an  bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de

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