Di., 12.10.2021 , 13:37 Uhr

Noch keine neuen Hinweise

Oberpfalz/Cerchov: Alpine Einsatzgruppe soll bei Suche nach vermisster Julia helfen

Seit mittlerweile zwei Tagen wird nun die 8-jährige Julia vermisst, die bei einem Wanderausflug am Berg Cerchov spurlos verschwunden ist. Trotz angestrengten Suchmaßnahmen und dem Einsatz von über 800 Einsatzkräften, gibt es keine neuen Hinweise darauf, wo das kleine Mädchen sein könnte. Durch die gefährliche Kälte zählt jede Minute, um die 8-Jährige wohlbehalten aufzufinden.

Update: Das vermisste Mädchen wurde lebend im tschechischen Wald gefunden und Sanitätern übergeben! 

Bei der Suche nach dem verschwundenen achtjährigen Mädchen aus dem Großraum Berlin im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tschechien soll nun eine sogenannte Alpine Einsatzgruppe helfen.

Die speziell für Einsätze im Gebirge geschulten Polizisten kämen aus dem südlichen Oberbayern in die Oberpfalz, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Die Suche sei während der Nacht fortgesetzt worden, berichtete der Polizeisprecher am Morgen. Bisher gebe es aber keine neuen Hinweise oder Erkenntnisse, wo die Achtjährige sein könnte. Mehrere hundert Einsatzkräfte aus Tschechien und Deutschland - Polizisten, Bergwachtler und Feuerwehrleute - hatten mit Hubschraubern und Hundestaffeln nach der Schülerin in dem Gebiet gesucht.

 

Dichte Baumkronen erschweren Suche 

Dichte Baumkronen haben die Suche nach der vermissten Julia im Böhmerwald an der bayerisch-tschechischen Grenze in der Nacht erschwert. «Wärmebildkameras kommen nicht durch die Baumkronen», sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag. Sie seien zwar bis zum Morgen im Einsatz gewesen - «aber leider ohne Ergebnis».

Was Bruder und Cousin zum Verschwinden sagten, wollte der Sprecher «aus ermittlungstaktischen Gründen» nicht sagen. Die Polizei gehe aber nach wie vor von einem Vermisstenfall aus.

 

Wettlauf gegen die Zeit

«Die Chancen des Mädchens sinken von Stunde zu Stunde», sagte Polizeisprecher Josef Weindl am Dienstag der «Passauer Neuen Presse».

«Ohne Essen und Trinken schafft es ein Kind über zwei Tage», sagte er. Die Kälte sei das große Problem. In den vergangenen Nächten hätten sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt bewegt. Möglicherweise habe das Kind in einer Höhle etwas Schutz gefunden. «Jede Stunde ist wichtig», sagte Weindl der Zeitung.

Das Kind ist seit dem späten Sonntagnachmittag verschwunden, nachdem die Eltern das Mädchen, ihren Bruder und ihren Cousin beim Spielen aus den Augen verloren hatten. Die Familie aus dem Großraum Berlin war am Wochenende auf dem tschechischen Berg Cerchov (Schwarzkopf) gewandert. Das Gebiet liegt etwa zwei Kilometer von der bayerischen Grenzstadt Waldmünchen entfernt. Der Sohn und der Neffe des Paares wurden schließlich gefunden, die achtjährige Tochter blieb vermisst.

 

Appell der Polizei: Nicht selber nach Julia suchen

Die Polizei appellierte an die Menschen vor Ort, nicht auf eigene Faust nach Julia zu suchen.

«Wir bitten darum, nicht den Aufstieg in den Berg zu wagen, sondern hier unten zu bleiben auf den Straßen und in den umliegenden Gemeinden die Augen offen zu halten, einfach um sich hier nicht selber in Gefahr zu begeben», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

«Nicht, dass es dann gegebenenfalls dazu kommt, dass wir noch weitere Personen aus dem Berg bergen müssen oder sogar suchen müssen.»

 

dpa

 

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