Di., 28.06.2022 , 12:17 Uhr

Waidhaus: Polizei stoppt illegalen Transport von 72 Hundewelpen

Einen illegalen Transport von 72 Hundewelpen hat die Polizei in der Oberpfalz gestoppt. Die Tiere seien in viel zu kleinen, teils kaputten Gitterboxen eingesperrt gewesen, teilte der bayerische Landesverband des Deutschen Tierschutzbunds am Montag mit.

Fünf Welpen hätten Helfer notversorgen müssen, unter anderem weil die Tiere zu wenig zu trinken bekommen hatten. Viele Welpen seien von Parasiten befallen und entgegen der Angaben in den Impfpässen zu jung für eine Tollwutimpfung gewesen - und damit auch für den Transport.

Polizeiangaben zufolge war der angemeldete Transport auf dem Weg aus der Slowakei nach Spanien und Portugal, als die Beamten das Fahrzeug am Samstag auf der Autobahn 6 in Waidhaus (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) kontrollierten. Ein Amtstierarzt beschlagnahmte die Tiere, sie befinden sich nach Angaben der Tierschützer inzwischen in mehreren bayerischen Tierheimen in Quarantäne.

Gegen die drei Transporteure ermittelt die Polizei nun wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Im Zuge dessen müssten unter anderem Dokumente von Tierärzten aus der Slowakei geprüft werden, sagte ein Polizeisprecher.

 

dpa/MB

 

Die Meldung des Polizeipräsidiums Oberpfalz

Am 25. Juni 2022, gegen 16:30 Uhr, wurde durch die Grenzpolizeiinspektion (GPI) Waidhaus auf einem Autobahnparkplatz bei Pleystein ein Kleintransporter gestoppt, welcher mit 72 Hundewelpen beladen war. Drei Männer aus der Slowakei befanden sich in dem Fahrzeug und wollten die Tiere von der Slowakei bis nach Spanien und Portugal transportieren.

Die Hunde waren in Käfigen auf der Ladefläche untergebracht. Das Fahrzeug wurde zur weiteren Abklärung zur Dienststelle nach Waidhaus verbracht. Das Veterinäramt und der deutsche Tierschutzbund wurden verständigt und kamen umgehend nach Waidhaus. Einige der Tiere befanden sich schon in einem desolaten Zustand und mussten sofort mit Wasser und Infusionen versorgt werden. Das Veterinäramt stellte fest, dass die Transportweise der Hunde in den kleinen Käfigen nicht der gesetzlichen Regelung entspricht und sie zudem noch nicht das vorgeschriebene Alter für den Transport haben. Die Welpen waren teilweise sichtlich dehydriert und apathisch. Ob sie die weitere Fahrt bis zum Ziel überstanden hätten, ist mehr als fraglich.

 

Bei den Tieren handelte es sich um zahlreiche, verschiedene Rassen, wie z.B. Dackel, Möpse, Huskys, Golden Retriever. Zehn Fahrzeuge des Tierschutzbundes waren vor Ort und die Hunde wurden auf sieben Tierheime aufgeteilt, die sich vorerst um sie kümmern. Die drei Männer aus der Slowakei hatten Impfpässe und Heimtierausweise dabei, jedoch waren hier einige Ungereimtheiten festzustellen und es besteht der Verdacht, dass diese verfälscht sind. Aus diesem Grund werden weitere Ermittlungen auch in der Slowakei geführt. Laut den Aussagen der Männer werden diese Transporte gewerbsmäßig durchgeführt.

 

Der Wert der Hundewelpen beläuft sich auf über 100.000 Euro, was zeigt, dass diese Transporte für die Tierhändler äußerst lukrativ sein können und der Tod einiger Hunde wohl zumindest in Kauf genommen wird. Interessierte Hundekäufer sollten deshalb darauf achten, nur bei seriösen Anbietern Hundewelpen zu erwerben. Ein besonderer Dank gilt dem Deutschen Tierschutzbund und dem Veterinäramt für die schnelle Unterstützung und reibungslose Zusammenarbeit. Auf die Transporteure kommen nun Anzeigen nach der Abgabenordung und dem Tierschutzgesetz zu; und, falls die Ermittlungen den Verdacht bestätigen, zudem Anzeigen wegen Urkundenfälschung.

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