Di., 05.08.2014 , 11:00 Uhr

Volksfestbilanz der Chamer Polizei

Das 66. Chamer Volksfest 2014 war außerordentlich gut besucht und verlief größtenteils ruhig und friedlich. Selbst Unwetter zogen ohne Schaden zu hinterlassen vorbei.

Körperverletzungsdelikte im Zusammenhang mit dem Fest waren nur zum Auftakt am Freitag und an den Samstagen sowie am ersten Montag zu verzeichnen. Bei diesen kleineren Raufereien zwischen durchweg jugendlichen Besuchern waren, mit Ausnahme eines Handgelenkbruches, nur geringfügige Verletzungen zu beklagen. Da die Taten wechselseitig in Personengruppen begangen wurden, summiert sich die Zahl der Delikte auf 13. Zwei davon sind bisher noch nicht aufgeklärt.

Im Umfeld des Festplatzes kam es am zweiten Festwochenende zu einem Angriff von zwei 17- und 18-jährigen Brüdern aus Furth im Wald gegen drei 14 bis 16-jährige Jugendliche. Die beiden Further verfolgten die Jugendlichen, schlugen zwei von ihnen nieder und traten mit den Schuhen gegen Kopf und Oberkörper der bereits am Boden liegenden. Ein weiterer Jugendlicher konnte fliehen, stürzte dabei und brach sich den Arm. Die Täter dieser feigen Tat konnten nach kurzer Fahndung durch die Polizei festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete bei beiden eine Blutentnahme an.

Im Zusammenhang mit dem Fest nahm die Polizei Cham auch -3- Sachbeschädigungen, -2- Diebstähle, -1- Nötigung und -1- Amtsanmaßung auf. Lediglich bei einem Diebstahl aus einem Pkw und einer Sachbeschädigung konnten die Täter nicht ermittelt werden, alle anderen Straftaten wurden geklärt. Auffallend ist, dass fast alle ermittelten Tatverdächtigen nicht im Stadtgebiet Cham wohnen. Nur eine 49-jährige Frau, die einer Körperverletzung beschuldigt wird, wohnt in Cham.

Drei Personen meldeten Gegenstände und Ausweise bei der Polizei als verloren. Drei Jugendliche wurden am ersten Festabend in Gewahrsam genommen und ihren Eltern überstellt und bei drei Personen wurden durch die Polizei die Fahrzeugschlüssel sichergestellt um Fahrten unter Alkoholeinfluss zu verhindern.

Einen Nachhall in den Sozialen Netzwerken hatte ein Vorfall an einem Fahrgeschäft. Dort war von Unbekannten eine Kopfstütze gelockert worden und hatte sich während der Fahrt gelöst. Sie fiel gegen eine Gondel des Fahrgeschäfts und wurde von dieser mit Wucht gegen das Kassenhäuschen geschleudert. Der Besitzer des Fahrgeschäftes erstattete Anzeige gegen unbekannt wegen Sachbeschädigung. Die Aufsicht des Volksfestvereins war vor Ort und die Polizei Cham informierte über den Vorfall die Überwachungsorganisation und das Landratsamt Cham. Die Überprüfung ergab, dass der Besitzer des Fahrgeschäftes dieses absolut ordnungsgemäß betrieben hatte.

Am zweiten Festsonntag wurden durch die PI Cham und Kräfte der Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Cham gleich zwei Festzüge betreut. Vormittags zog die SuKK Cham mit ihren Festgästen vom Marktplatz zum Festplatz. Am Nachmittag zog der Festzug „Klingendes Cham“, mit über 60 Gruppen und etwa 2500 Teilnehmern, eine riesige Menge Zuschauer an. Weit mehr als 10.000 Menschen standen bei schwül-warmen Sommerwetter dichtgedrängt zwischen Bahnhof und Festplatz an den Straßen und wurden dort von weiteren 3000 Gästen erwartet. Bei diesem Festzug unterstützte auch eine Streife der Tschechischen Verkehrspolizei aus Domazlice die Polizei Cham. Im Übrigen wurde das Fest nur mit Polizeibeamten aus Cham betreut. Auf dem Festplatz und im Festzelt setzten die Festwirte einen Sicherheitsdienst ein.

 

pm

 

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