Mi., 21.09.2016 , 08:48 Uhr

Vilsbiburg: Aufmerksame Nachbarin und Polizei bewahren Frau vor Erstickungstod

Die aufmerksame Nachbarin und entschlossen zu Werke gehende Polizisten haben vermutlich einer Frau das Leben gerettet. Am Montag, den 19.09.2016, gegen 23.50 Uhr, wurde die Vilsbiburger Polizei durch deren Nachbarin über Brandgeruch und einen schrillenden Rauchmelder aus der Nachbarwohnung in der Eckstraße informiert. Zuvor hatte die Dame bereits vergeblich versucht, die Wohnungsinhaberin durch Klingeln und Klopfen zu erreichen.

Die kurz darauf eingetroffenen Vilsbiburger Polizisten stellten vor Ort ebenfalls starken Brandgeruch und aus den Ritzen dringenden Rauch fest. Da die Wohnungstüre sich nicht gewaltsam öffnen ließ, und die Feuerwehr noch nicht eingetroffen war, eilten die Polizisten auf die Rückseite der Wohnung. Durch die dortigen Fenster sahen sie die Wohnungsinhaberin augenscheinlich ohnmächtig im Wohnzimmer auf einem Stuhl sitzen. Ohne zu zögern brachen sie mit brachialer Gewalt die leicht gekippte Terrassentüre auf und betraten ohne Rücksicht auf die für sie selbst bestehende Gefahr die sehr stark verrauchte Wohnung. Anschließend verbrachten sie die zwischenzeitlich wieder ansprechbare, aber orientierungslos wirkende Frau ins Freie. Dort wurde sie von den zwischenzeitlich eingetroffenen Rettungskräften übernommen.

Die Dame wurde anschließend vorsorglich zur weiteren Untersuchung in das Krankenhaus Vilsbiburg verbracht. Zum derzeitigen Stand kann davon ausgegangen werden, dass sie keine ernsthaften gesundheitlichen Schädigungen erlitten hat. Dies gilt auf für die Polizisten, die anschließend ihren Nachtdienst fortsetzten, allerdings mit dem stolzen Gefühl, Schlimmeres verhütet zu haben.

Als Ursache für die Rauchentwicklung konnte ein Topf mit Essensresten, den die Wohnungsinhaberin offensichtlich auf dem noch eingeschalteten Kochfeld vergessen hatte, ermittelt werden. Durch die ebenfalls vor Ort befindliche Feuerwehr Vilsbiburg wurde die Wohnung durchgelüftet und so vom Rauch befreit. Mit Ausnahme des verbrannten Essens, entstand bei dem Vorfall zum Glück kein weiterer Sachschaden. Der Topf wird vermutlich ebenfalls nicht mehr zu gebrauchen sein. Für die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr durch die Rauchentwicklung.

PM/MF

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