Fr., 27.03.2015 , 22:48 Uhr

Vermisste Rajana gefunden: Mädchen ist wohlauf

Die Polizei hat das seit Montag vermisste fünfjährige Mädchen aus Parsberg gefunden. Rajana wurde in Berlin in Obhut genommen. Hier die Meldung der Polizei:

Rajana in Berlin Gefunden

Wie bereits berichtet, liefen die Ermittlungen der Polizei bei der Suche nach einem 5jährigen Mädchen seit Eingang der Meldung bei der Polizeiinspektion Parsberg auf Hochtouren. Am Freitagabend, 26.03.2015 gelang es gegen 20:00 Uhr in einer bespielgebenden, länderübergreifenden Zusammenarbeit, das Mädchen in Berlin in amtliche Obhut zu nehmen und sich vom Gesundheitszustand des Kindes zu überzeugen.

Das Mädchen ist, auch nach Feststellung Regensburger Ermittler in Berlin, wohlauf und wurde in einem ersten Schritt von Beamten der Berliner Polizei in polizeilichen Gewahrsam genommen. Nach einer Identifizierung und Überprüfung des Gesundheitszustandes übergaben die Beamten das Mädchen an die Mutter, die sich ebenfalls in Berlin aufhält.

Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Berliner Polizei und der Ermittlungsgruppe der Kripo Regensburg stellte letztlich einen entscheidenden Schlüssel zum Erfolg dar.

Der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, die im Ermittlungskomplex federführend ist, obliegt nun die Prüfung, ob sich weitere Personen durch ihr Handeln strafbar gemacht haben. Die Identitäten von möglichen Tatbeteiligten sind bei den Ermittlern bekannt.

Zusammenfassung der Ereignisse und der polizeilichen Maßnahmen

Am Montagnachmittag, 23.03.2015 zeigte ein 26jähriger Mann bei der Polizeiinspektion Parsberg an, dass er seine 5jährige Tochter, mit der er kurz vorher einen Zahnarzt in Parsberg besucht hatte, vermisst.

Dabei brachte der Vater einen ihm unbekannten Mann ins Spiel, mit dem er zum Zeitpunkt des Verschwindens ein Gespräch im Bereich eines Spielplatzes im Stadtgebiet  geführt haben will.

Durch die Polizeiinspektion Parsberg begannen unmittelbar nach Anzeigenerstattung Überprüfungen bis hin zu groß angelegten Suchaktionen mit Unterstützung durch die Rettungshundestaffel, der Feuerwehr, zahllosen Privatpersonen sowie Diensthunden und einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera der Polizei. Diese Suchmaßnahmen wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag für wenige Stunden unterbrochen und am Dienstagmorgen wieder aufgenommen. Im Verlauf des Dienstages suchten über 250 Einsatzkräfte der Polizei, unter anderem von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, mit Hochdruck nach dem Kind.

Die ausdrücklich erbetenen Hinweise aus der Bevölkerung führten beispielsweise auch zu Überprüfungen in den Nachbargemeinden und am Flughafen in München. All diese, teils mit hohem Aufwand verbundenen Bemühungen führten aber nicht zum Auffinden des gesuchten Kindes.

Am Dienstagmittag um 13:00 Uhr fand im Gebäude des Roten-Kreuzes in Parsberg eine Pressekonferenz statt, in deren Verlauf sich die Wendung ergab, dass nicht mehr von einem Vermisstenfall auszugehen ist.

Dies führte zur Einstellung der umfangreichen Suchmaßnahmen in und um Parsberg und zur intensiven Verfolgung eines Hinweises, der nachvollziehbar erkennen ließ, dass sich das Mädchen in der Obhut von Familienangehörigen befindet. In der Folge bestätigten einzelne Ermittlungen, die von einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg geführt werden, diese Annahme.

Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang auch die Feststellung, dass der Polizei zu keiner Zeit Hinweise vorlagen, die auf eine Gewalttat zum Nachteil des gesuchten Mädchens hindeuteten.

 

Im Verlauf der Ermittlungen erfolgte am Dienstagabend die Vorführung des Vaters des gesuchten Mädchens vor den Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Nürnberg. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehl wegen des Vortäuschens einer Straftat, da der Vater bei den Ermittlungsbehörden den Eindruck erweckte, seine Tochter sei entführt worden. Seit Dienstagabend befindet sich der Vater in einer Justizvollzuganstalt.

 

Zu den Hintergründen der Ereignisse werden von Seiten der Polizei mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte der beteiligten Personen keine Auskünfte erteilt.

Abschließend sei erwähnt, dass das Wohl des Kindes in den polizeilichen Bemühungen stets an oberster Stelle stand. Es herrscht große Erleichterung darüber, dass die  umfangreichen gemeinsamen Bemühungen der Berliner und Regensburger Beamten mit Blick auf dieses vorrangige Ziel zu einem erfolgreichen Ende geführt werden konnten.

PM/MF

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