Fr., 22.02.2019 , 07:33 Uhr

Verkehr: Mehr Unfälle auf Bayerns Straßen

Auf den bayerischen Straßen haben sich 2018 insgesamt 410.252 Unfälle ereignet. Das sind 1,3 Prozent mehr als im Jahr davor. Wenn man ganz Bayern betrachtet, sind nach der Mitteilung des Landesamts für Statistik im vergangenen Jahr auch mehr Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat heute ebenfalls Zahlen veröffentlicht.

Oberpfalz: Historischer Tiefstand bei Verkehrstoten

Der bayernweite Trend steigender Verkehrsunfallzahlen zeigte sich 2018 auch im Regierungsbezirk Oberpfalz. Die insgesamt 36.385 registrierten Verkehrsunfälle stellten einen neuen Höchststand im 10-Jahres-Vergleich mit einem Plus von 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr dar. 54 Menschen, die im Straßenverkehr ihr Leben lassen mussten, sind statistisch gesehen die wenigsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1954. Die Anzahl der Verletzten ist um 141 Personen auf 6.158 angestiegen. Besondere Herausforderungen ergeben sich bei der Verkehrssicherheitsarbeit im Zusammenhang mit Zweiradfahrern.

Aktuelle Verkehrsunfallzahlen und Langzeitentwicklung

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg um 3,6 % auf nunmehr 4.537 an und bewegt sich damit wieder auf dem Niveau der Jahre 2015 und 2016.

Während die Verkehrsunfälle mit Sachschaden und Anzeige um 1,5 % auf 7.778 zurückgingen, kam es bei den sogenannten Kleinunfällen zu einem Anstieg um 1,5 % auf 24.070.

Besonders erfreulich zeigt sich die Entwicklung der Geschwindigkeitsunfälle. Die Anzahl dieser Unfälle ist nach einem Rückgang um 10,5 % mit 872 der deutlich niedrigste Wert im 10-Jahres-Vergleich.

Die größten Anstiege in Bezug auf die Unfallzahlen waren im Bereich der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fahrradfahrern mit einem Plus von 197 auf 1.145 Unfälle, sowie abermals bei den Wildunfällen auf nunmehr 10.266 zu verzeichnen.

Trotz der umfangreichen Baumaßnahmen auf der Autobahn A3 bei Regensburg gingen die Verkehrsunfälle auf Oberpfälzer Autobahnen deutlich um 8,6 % zurück.

Wird die aktuelle Verkehrsunfallstatistik mit der aus dem Jahr 2009 in Relation gesetzt, so ist bei allen registrierten Verkehrsunfällen ein Anstieg um 20,5 % festzustellen. Die Verkehrsunfälle mit Personenschaden gingen dagegen um 7,3 % zurück, allerdings ist bei Verkehrsunfällen mit Sachschaden und Anzeige ein Anstieg um 17,3 % zu verzeichnen.

Die Anzahl der Verletzten ging im Vergleich zu 2009 um 8,2 % zurück, bei den  im Straßenverkehr getöteten Personen beträgt der Rückgang sogar 34,9 %.

 

Die Mitteilung des Landesamts für Statistik:

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, stieg im Jahr 2018 die Zahl der Straßenverkehrsunfälle um 1,3 Prozent. Nach vorläufigen Ergebnissen registrierte die Polizei 410 252 Unfälle (2017: 404 951). Bei diesen Unfällen kam es überwiegend lediglich zu Sachschaden (356 290 oder 86,8 Prozent aller Unfälle), diese nahmen um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Dabei waren 345 348 sogenannte Bagatellunfälle (übrige Sachschadensunfälle). Unfälle mit Personenschaden stiegen um 1,5 Prozent auf 53 962.

Im Jahr 2018 verunglückten insgesamt 70 919 Menschen auf Bayerns Straßen (+0,9 Prozent gegenüber 2017). Es kamen 618 Menschen ums Leben (+1,6 Prozent), 70 301 (+0,9 Prozent) wurden verletzt, davon 11 790 schwer (+2,3 Prozent).

Aufgefächert nach Regierungsbezirken entwickelten sich die Verunglücktenzahlen in Unterfranken (-3,6 Prozent), Oberfranken (-2,6 Prozent) und Mittelfranken (-0,1 Prozent) insgesamt rückläufig. Eine Unterscheidung nach Getöteten zeigt, dass im Jahr 2018 in Schwaben, Oberfranken, Unterfranken und der Oberpfalz weniger Menschen im Straßenverkehr ihr Leben verloren als im Vorjahr.

Die Zahl der Schwerverletzten sank gegenüber 2017 ausschließlich in Mittelfranken (-0,9 Prozent). In allen anderen Regierungsbezirken war ein Anstieg bei den Schwerverletzten zu verzeichnen.

Weitere Zahlen finden Sie auch auf der Seite des Landesamts für Statistik.

Quelle: Statistik.Bayern.de, Pressemitteilung Polizei Oberpfalz

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