Do., 16.02.2017 , 12:03 Uhr

Verdacht auf Geflügelpest in Roding

Wie das Landratsamt Cham mittelte, liegen jetzt alle Befunde der durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Erlangen (LGL) durchgeführten Untersuchungen bei den im Landkreis Cham am vergangenen Wochenende tot aufgefundenen Wildvögeln vor. 

 

Bei dem in Roding (Am Esper) geborgenen Schwan wurde das aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5 nachgewiesen. Damit besteht für den betreffenden Schwan der Verdacht auf Geflügelpest. Die weitergehende Untersuchung zur näheren Differenzierung durch das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Löffler-Institut läuft.

 Nach einer Risikoanalyse durch das Veterinäramt am Landratsamt Cham sind über die ohnehin allgemein geltende Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel hinaus allerdings keine weiteren Maßnahmen wie Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet notwendig. Es besteht weder ein örtlicher Zusammenhang mit Hausgeflügelausbrüchen noch liegen anderweitige tierseuchenrelevante Sachverhalte vor. Das Landratsamt bittet ausdrücklich darum, die für den gesamten Landkreis bereits seit November 2016 bestehende allgemeine Stallpflicht sowie das Verbot für Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten einzuhalten.

 Mit diesen Maßnahmen und flankierend den vom Bund veranlassten Maßnahmen zur Biosicherheit in einzelnen Betrieben soll das Überspringen des Geflügelpesterregers von Wild- auf Nutztiere verhindert werden. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat speziell für Tierhalter ein Merkblatt erarbeitet. Hierin sind Maßnahmen beschrieben, mit denen ein Eintrag der Geflügelpest in Bestände vermieden werden kann. Besondere Bedeutung kommt hierbei der konsequenten Einhaltung der dort beschriebenen betriebshygienischen Maßnahmen zu.

 Bei dem im Stadtgebiet Cham (Bereich Biertor) aufgefundenen toten Schwan und den im Ortsbereich Miltach tot aufgefunden Tieren (ein Schwan, zwei Kormorane) verlief die Untersuchung auf Geflügelpesterreger negativ.

 

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verendetes Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse, Schwäne usw.) und Wildvögel (Möwen, Reiher etc.) nicht ohne Schutzhandschuhe zu berühren. Tote Tiere sind dem Veterinäramt (Tel. 09971/78-224), der jeweiligen Gemeinde oder der Polizei zu melden.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist das Virus für den Menschen ungefährlich. Der Verzehr von Geflügelfleisch, Eiern und sonstigen Geflügelprodukten ist daher unbedenklich.

 

Weitere Informationen dazu unter:

https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/index.htm

http://www.stmuv.bayern.de/themen/tiergesundheit_tierschutz/tiergesundheit/krankheiten/vogelgrippe/index.htm

 

Merkblatt für Geflügelhalter

http://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/et_merkblatt_gefluegelhalter.htm

 

Aktuelle Zahlen zur Geflügelpest in Bayern finden Sie unter folgendem Link: http://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/et_gefluegelpest_2016.htm

 

 

 

PM/MB

 

Das könnte Dich auch interessieren

21.09.2026 Furth im Wald: Ein Besuch im Rotlichtmilieu ohne Happy End Um Mitternacht kontrollierten Fahndungskräfte ein Auto am Grenzübergang Furth im Wald bei der Einreise. Der 59-jährige Fahrer gab an, seine Begleiterin arbeite in Tschechien im Rotlichtmilieu und sie seien auf dem Weg zu ihm nach Hause. Da die 28-Jährige über keine gültigen Grenzübertrittsdokumente verfügte, verweigerten die Beamten ihr die Einreise. Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen ermittelt gegen 20.09.2026 Painten: Werkstatttür beschädigt – Schaden im vierstelligen Bereich Schaden am frühen Morgen entdeckt Am Samstag, 19. September, gegen 6 Uhr meldete ein 43-jähriger Mann die Beschädigungen an der Werkstatttür seiner Firma. Nach bisherigen Erkenntnissen entstanden diese in der Nacht vom 18. auf den 19. September. Türrahmen stark nach innen gedrückt Bei der Überprüfung vor Ort stellte die Polizei fest, dass die Werkstatttür weiterhin 20.09.2026 Furth im Wald: Unfallfahrer prallt gegen Verkehrszeichen und Hausmauer und flüchtet Unfall am Zippererweg Der Unfall ereignete sich am Samstag zwischen 6.30 Uhr und 8 Uhr im Bereich Zippererweg und Bräuhausstraße in Furth im Wald. Nach bisherigen Erkenntnissen prallte das unbekannte Fahrzeug zunächst gegen ein Verkehrszeichen. Durch die Kollision wurde das Verkehrszeichen vollständig umgebogen. Anschließend stieß das Fahrzeug gegen eine Hausmauer und beschädigte diese erheblich. Mehrere 20.09.2026 Arrach: Unbekannter manipuliert Bremsen an Auto – Polizei sucht Zeugen Muttern an Bremssätteln gewaltsam entfernt Nach bisherigen Erkenntnissen wurden mehrere Muttern der Bremssättel an der Vorderachse gewaltsam entfernt. Durch die Manipulation an den Bremsen entstand ein Sachschaden von rund 600 Euro. Die Polizeiinspektion Bad Kötzting ermittelt wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie wegen Sachbeschädigung. Polizei Bad Kötzting sucht Zeugen Wer zwischen