Mi., 30.06.2021 , 10:26 Uhr

400 Notrufe

Unwetter: Mehrere einhundert Einsätze in der Oberpfalz und Niederbayern

Am Dienstagabend zog ein heftiges Unwetter durch Bayern. In der Oberpfalz und in Niederbayern gingen jeweils circa 200 Notrufe ein. Die Oberpfalz blieb von schwereren Schäden aber weitestgehend verschont.

Polizeibilanz für die Oberpfalz

Die Polizei hat eine erste Bilanz für die Zeit von 17:40 Uhr bis 20 Uhr gezogen. Durch starke Winde kam es zu einer Vielzahl von umgestürzten Bäumen und anderen, witterungsbedingten Einsätzen (Alarmauslösung).

Im Bereich der Einsatzzentrale Oberpfalz kam es innerhalb von zwei Stunden zu mehr als 200 Notrufen, davon waren allein 120 Meldungen über umgestürzte Bäume und entsprechende Verkehrsgefahren bzw. -behinderungen. Außerdem wurden mehrere Stromleitungen beschädigt, die Versorgungsbetriebe sind informiert und kümmern sich um die Schadensbeseitigung.

Besondere Einsätze:

 

Unwetterlage Niederbayern

Am Dienstag, 29.06.2021 war, schwerpunktmäßig im Zeitraum von 17:00 bis 21:00 Uhr, im gesamten Regierungsbezirk eine Vielzahl von Unwetter/Gewitter bedingter Einsatzlagen zu verzeichnen.

Entsprechend der Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes verursachten durchziehende Gewitterzellen eine Vielzahl von Einsätzen, mit einem tendenziellen Schwerpunkt der Ereignisse im Bereich Stadt und Landkreis Landshut. Allein in der Polizeieinsatzzentrale Niederbayern wurden in dem vorgenannten Zeitraum insgesamt mehr als 200 unwetterbedingte Störungen gemeldet.

In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle waren umgestürzte Bäume ursächlich für die Mitteilungen, die teils Stromleitungen und Einrichtungen der Telekom sowie geparkte und fahrende Fahrzeuge beim Umstürzen beschädigten. Dabei kamen vereinzelt auch Personen zu Schaden, wobei sich die Verletzungsfolgen glücklicherweise im leichteren Bereich bewegten. Auch regionale Bahnstrecken waren mitunter betroffen.

Aufgrund teilweise sintflutartig überschwemmter Straßen wurden Kanaldeckel ausgehoben. Zudem verursachten die Wassermengen auch häufig massive Sachschäden an Gebäuden und Fahrzeugen. So musste in Landshut ein Straßenzug vollständig gesperrt werden, nachdem es dort im Bereich des Brauhauses mehrere Fahrzeuge weggeschwemmt hatte.

In Geiselhöring und Johanniskirchen musste die Feuerwehr zudem nach Blitzeinschlägen ausrücken, wobei sich die Sachschäden jeweils im unteren drei- bzw. vierstelligen Eurobereich bewegten, nachdem überwiegend lediglich technische Geräte und Leitungen betroffen waren.

In Niederaichbach stürzte, bedingt durch den Starkregen, das Hallendach (ca. 50 qm Fläche) sowie die Seitenwand der Halle eines Logistikdienstleisters teilweise ein, wobei keine Personen zu Schaden kamen. Es entstand jedoch ein nicht unerheblicher Sachschaden, auch weil dort gelagerte Teile eines Fahrzeugherstellers in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag.

 

 

 

PP Oberpfalz/PP Niederbayern/MB

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