Fr., 14.10.2022 , 09:58 Uhr

Universität Regensburg: 222.000 Euro für Forschungsprojekt zur Ersten Hilfe für Psyche

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fördert mit neuartigen Erste-Hilfe-Kursen die seelische Gesundheit. Dazu überreichte der Minister am Donnerstag in München einen Förderbescheid über rund 222.000 Euro an die Universität Regensburg, die das Projekt umsetzt und evaluiert.

Holetschek sagte:

„Bei dem Projekt geht es ganz wesentlich darum, von- und miteinander zu lernen sowie aufeinander zuzugehen. Das ist gerade in krisenhaften Zeiten von großer Bedeutung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Vermittlung effektiver und einfacher Handlungsstrategien zur Linderung akuter psychischer Belastung im direkten Umfeld der Kursteilnehmer. Mit einer web-basierten Trainingsplattform fördern wir zudem die digitale Weiterentwicklung im Gesundheitswesen.“

„Besonders hervorzuheben sind die Zielgruppen des Projekts: Zum einen wird ein Erste-Hilfe-Konzept für Jugendliche entwickelt, zum anderen für ältere Menschen. Untersuchungen zeigen schon lange, dass gerade junge und ältere Menschen von pandemiebedingten Belastungen besonders betroffen waren und sind.“

 

Die Staatsregierung setzt sich in Kampagnen, Projekten und Maßnahmen schon lange für den Schutz und Erhalt der seelischen Gesundheit und die Prävention von psychischen Erkrankungen ein. Mit dem neuen Projekt soll zielgerichtet spezifisches Wissen über die psychische Gesundheit in der Bevölkerung verbessert, über Anzeichen und Symptome von psychischen Erkrankungen und Notlagen aufgeklärt sowie das Stigma von psychischen Störungen weiter abgebaut werden.

Das Projekt mit dem Titel „Hilfe in seelischer Not – Psychische Gesundheit für Alt und Jung“ leitet Prof. Dr. Winfried Schlee vom Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Regensburg.

 

Holetschek ergänzte:

„Da die Kurse auf die jeweiligen Bedürfnisse vulnerabler Zielgruppen und das bayerische Versorgungssystem zugeschnitten sein werden, soll das Projekt ganz wesentlich dazu beitragen, betroffenen Mitmenschen rasche und gegebenenfalls weiterführende Unterstützung zukommen zu lassen – und dabei eine positive Haltung zu professioneller Hilfe begünstigen.“

 

Neben klassischen Seminaren soll zudem eine einfach zu bedienende web-basierte Trainingsplattform entstehen, die die psychische Handlungskompetenz der Kursteilnehmer steigern soll. Der Minister erläuterte: „Gerade im Zuge der Corona-Pandemie haben geeignete digitale Anwendungen ihre Bedeutung eindrucksvoll bewiesen.“

 

Bayerisches Gesundheitsministerium / MB

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