Do., 21.11.2019 , 14:53 Uhr

Unikliniken gründen bayerisches Krebsforschungszentrum in Erlangen

Krebserkrankte sollen in Bayern künftig schneller Zugang zu neuen Diagnose- und Therapieverfahren bekommen und an klinischen Studien teilnehmen können. Dazu richtet die Staatsregierung am Universitätsklinikum Erlangen ein Krebsforschungszentrum ein, in dem sich die Universitäten Augsburg, Erlangen-Nürnberg, Regensburg, Würzburg sowie die beiden Münchner Hochschulen Ludwig-Maximilians-Universität und Technische Universität zusammenschließen. Jedem Bürger im Freistaat solle der Zugang zu onkologischer Spitzenmedizin ermöglicht werden, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Donnerstag bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

In dem Zentrum sollen die Kompetenzen und Expertisen der sechs bayerischen Krebskliniken gebündelt werden, um schneller und effizienter Forschungsergebnisse zu erzielen. Krebspatienten können in Zukunft an frühen klinischen Studien teilnehmen und von neuen Therapieoptionen profitieren – unabhängig davon, welche Uniklinik in ihrer Nähe ist, sagte Sibler. «Die Anwendung neuester Forschungsergebnisse in der klinischen Praxis und der direkte Informationszugang der Bevölkerung können die Vorbeugung und Früherkennung verbessern. Wir erhoffen uns davon, die Krebshäufigkeit und -sterblichkeit in Bayern insgesamt zu senken.»

Während der Aufbauphase stehen laut Sibler im aktuellen Doppelhaushalt des Freistaats 500 000 Euro zur Verfügung. Weitere Mittel sollen über mehrere Jahre hinzukommen. Das Krebsforschungszentrum hatten CSU und Freie Wähler in ihrem Koalitionsvertrag vor einem Jahr vereinbart, um angesichts der zunehmenden Krebshäufigkeit allen Bürgern mit den heutigen Möglichkeiten der Früherkennung und Therapie bestmögliche Heilungschancen zu bieten.

dpa

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