Do., 05.10.2023 , 11:02 Uhr

Onkologische Stationen beziehen Bereiche mit modernster Ausstattung

Uniklinik Regensburg: Neues Stationsgebäude in Betrieb genommen

Mit dem Bauteil B5 wird das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) um ca. 3.000 m2 Nutzfläche vergrößert und die Generalsanierung des Klinikums vorbereitet. Fünf Jahre nach Baubeginn beziehen die hämato-onkologischen Stationen als erstes das neue Gebäude und finden hier für die Versorgung schwer kranker Krebspatienten beste Bedingungen vor. Eine besonders energieeffiziente Bauweise mit Wärmerückgewinnung und Photovoltaik kennzeichnen das Gebäude ebenso wie seine auf die Bedürfnisse von Patienten und Mitarbeitern zugeschnittene Architektur.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wenn eine Isolierstation für Krebspatienten mit Stammzelltransplantationseinheit umziehen muss, ist der Aufwand enorm. Die neuen Räumlichkeiten werden mehrfach desinfiziert, die Logistik im Haus angepasst und die Sicherheits- und Versorgungstechnik wiederholt überprüft. Am Umzugstag selbst muss unter besonderer Berücksichtigung des tagesaktuellen Gesundheitszustands der Patienten alles reibungslos gehen, während gleichzeitig die Krankenversorgung weiterläuft.

 

Im neuen Gebäude angekommen, sind es nun die Mitarbeiter, die sich mit den Zimmern, Fluren und dem neuen Stationsstützpunkt vertraut machen müssen. Doch auf die Patienten und Mitarbeiter der Stationen 23 und 24, die zur Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des UKR gehören, warten moderne, lichtdurchflutete Räumlichkeiten, Innenhöfe und eine Dachterrasse. Aufenthaltsräume bieten Begegnungsmöglichkeiten, Fitnessgeräte helfen den Patienten beim täglichen Training.

 

„Gerade unsere onkologischen Patienten verbringen oft viele Wochen oder gar Monate im Krankenhaus und stehen Therapien mit teils schweren Nebenwirkungen durch. Da ist es sehr wichtig, dass sie sich in einem angenehmen Umfeld nicht nur medizinisch bestens versorgt, sondern auch geborgen fühlen“, betont Professor Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des UKR, die Bedeutung der Architektur und Innenausstattung. „Zugleich bietet B5 unseren Mitarbeitern ein hervorragendes Arbeitsumfeld mit moderner Technik, was mehr Effizienz in den Abläufen und damit schließlich auch mehr Zeit für die Patienten bedeutet“, so Professor Herr weiter.

 

Erweiterung der Kapazitäten zur Vorbereitung der Generalsanierung

Der Bauteil B5 wurde seit 2018 als sogenanntes Entlastungsgebäude errichtet und stellt Kapazitäten zur Verfügung, um während der Sanierung anderer Gebäudeteile die Krankenversorgung uneingeschränkt fortführen zu können. „Unser Universitätsklinikum ist seit mehr als 30 Jahren rund um die Uhr in Betrieb. Das bringt Verschleiß mit sich. Zugleich steigen die gesetzlichen Vorgaben und Anforderungen hinsichtlich Sicherheits- und Versorgungstechnik sowie Digitalisierung, was im Altbestand oft nur schwer nachrüstbar ist“, führt Professor Dr. Oliver Kölbl, Ärztlicher Direktor des UKR, aus. „Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Regensburg und dem Freistaat Bayern einen Masterplan entwickelt, der über viele Jahre eine schrittweise Sanierung ermöglicht und trotzdem den reibungslosen medizinischen Betrieb am UKR sicherstellt. Mit B5 und einem weiteren, noch zu errichtenden Bauteil (E1) stellen wir hierfür die Weichen und sichern damit nachhaltig unsere Aufgabe als Maximalversorger für ganz Ostbayern“, so Professor Kölbl weiter.

 

Fortführung der Gesamtarchitektur mit modernen Elementen

Das viergeschossige Gebäude B5 schließt sich mit einem verglasten Verbindungsbau südöstlich an den Klinikbestand an und fügt sich mit seiner Fassadenverkleidung aus rotem Sichtziegel in die Gesamtanlage ein. Der Grundriss wurde nach den Erfordernissen des Klinikbetriebs entwickelt, die Ausstattung erfüllt modernste medizinische und versorgungstechnische Standards. Der Einsatz von Tageslicht, aber auch die Farb-, Material- und Detailgestaltung wurden mit großer Sorgfalt geplant. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Integration der Kunstwerke gelegt, die immer Bestandteil öffentlicher Bauvorhaben sind. In einem Wettbewerb wurden für den neuen Bauteil B5 zwei Kunstwerke ausgewählt: zum einen die Plastik „Human Scale“ von Markus Braun aus Würzburg, die sich in einem der Innenhöfe befindet, über alle Etagen erstreckt und damit von den Patienten auf allen Ebenen wahrgenommen werden kann; zum anderen das Werk „Farbraum“ von Matthias Eckert aus Regensburg, eine farbige Gestaltung der inneren Treppenwangen im Treppenhaus, die durch den Einsatz verschiedener Farbspiele viele unterschiedliche Raumeindrücke entstehen lässt.

 

Bezug zweier Stationen im Oktober

Am 11. und am 18. Oktober beziehen mit den Stationen 23 und 24 die ersten Patienten und Mitarbeiter den neuen Bauteil B5. Es handelt sich um die Stammzelltransplantationseinheit (Station 24 – bisherige Station 21) und die hämato-onkologische Station 23 (bisherige Station 20). Diese Bereiche werden zugleich auf neue Telefonnummern umgestellt, die auf www.ukr.de/innere-medizin-3 zu finden sind. Die Patienten und Angehörigen wurden rechtzeitig informiert, das Wegeleitsystem des UKR entsprechend angepasst. Der Zugang zum neuen Gebäude erfolgt über den Haupteingang des UKR.
Im November wird ein weiterer Fachbereich das neue Gebäude beziehen: In der obersten Etage sind dann künftig die Stroke Unit (Schlaganfall-Einheit) sowie Bereiche für neuro-onkologische und neurologische Patienten angesiedelt.

 

UKR

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Regensburg: Tag der Archive 2026 am 6. und 7. März Unter dem bundesweiten Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen staatliche, kommunale, kirchliche und private Archive ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit und Bestände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen. Führungen am 6. März: Spitalarchiv, Universitätsarchiv und Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Am Freitag, 6. März 2026, 03.03.2026 Regensburg: Jeder zehnte Arbeitnehmer suchtgefährdet – Caritas setzt klares Zeichen In Deutschland gilt jeder zehnte Arbeitnehmer als suchtgefährdet. Suchtprobleme machen damit auch vor Werkstoren und Bürotüren nicht halt. Die Folgen sind spürbar: mehr Fehlzeiten, mehr Arbeitsunfälle und sogar Frühverrentungen. Der bundesweite wirtschaftliche Schaden liegt laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen bei über 30 Milliarden Euro . Bei der Fachambulanz für Suchtprobleme im Caritasverband Regensburg ist nun 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 23.02.2026 75 Jahre Krones: Vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner