Mi., 04.10.2023 , 17:48 Uhr

Uniklinik Regensburg: Interprofessionelle Ausbildungsstation A-STAR erweitert

Mit der räumlichen Erweiterung der interprofessionellen Ausbildungsstation Regensburg, A-STAR, der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I, unterstreicht das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) den hohen Stellenwert einer bestmöglichen Aus- und Weiterbildung angehender Pflegefachkräfte und Ärzte. Der Erfolg dieser besonderen Station hat sich indes bis nach Japan herumgesprochen, sodass derzeit eine Delegation der Dokkyo Medical University in Regensburg hospitiert.

Bereits im Jahr 2019 wurde die interprofessionelle Ausbildungsstation am Universitätsklinikum Regensburg etabliert. Es handelt es sich um eine innovative Form der Ausbildung, bei der angehende Ärzte und Pflegekräfte gemeinsam ihre eigenen Patienten betreuen. Dies geschieht unter enger Supervision. Dabei sind zwei Auszubildende der Pflege und vier Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) für die Versorgung von acht Patienten gemeinsam mit ihren Praxisanleitern und unter fach- und oberärztlichem Mentoring zuständig. Die Studenten und Auszubildenden profitieren von diesem geschützten Lernumfeld, regelmäßigen Feedbackrunden und davon, bereits früh Verantwortung übernehmen zu können.
Unterstützung erfährt das A-STAR-Programm dabei von allen Seiten. „Unser Pflege-Team ist von diesem innovativen Konzept begeistert“, berichtet Juliane Zweier für das pflegerische Leitungsteam der Station. „Es ist wichtig, interprofessionelle Zusammenarbeit bereits in der Ausbildung zu etablieren“, fährt sie fort. Umso mehr freut es alle, dass nun ein Umbau erfolgte und die neuen Räumlichkeiten bezogen werden können: Hierdurch stehen drei Arbeitsplätze mehr und ein Stationszimmer, das im Vergleich zum vorherigen mit doppelt so viel Platz punkten kann, zur Verfügung. So werden ein besseres Lehr- und Lernumfeld und auch ein Ort der Resilienz geschaffen, von dem alle bei ihrer Arbeit profitieren können.

Große nationale und internationale Nachfrage

„Schon kurz nach der Eröffnung erfreute sich die A-STAR eines so großen Zuspruchs, dass wir schnell an eine Vergrößerung dachten“, erklärt Professor Martina Müller-Schilling. Medizinstudierende aus ganz Deutschland wie auch aus Österreich, Italien und derzeit aus Bulgarien kommen für eine Rotation nach Regensburg. „Wir haben weit mehr Interessenten, als wir Plätze bieten können“, erläutert die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I weiter. Durch den Umbau sollen zukünftig noch mehr Medizinstudierende und Auszubildende der Pflege von dem innovativen Ausbildungskonzept profitieren können – national wie international.
Derzeit ist eine japanische Delegation mit zwei Professoren sowie vier Medizinstudierenden der Dokkyo Medical University, Japan, zu Gast am UKR, um sich über das Konzept zu informieren und aktiv den Ablauf auf der Ausbildungsstation zu erleben. Auch Professor Shigeki Yamaguchi, Lehrstuhlinhaber für Anästhesie an der Dokkyo Medical University in Japan, ist begeistert von dem Konzept und zeigt sich fasziniert von der engen Zusammenarbeit zwischen Medizinstudierenden und Pflegeschülern und der etablierten Feedback-Kultur. „Davon werden wir garantiert etwas mit nach Japan nehmen und auch zukünftig gerne unsere Studenten zum Austausch nach Regensburg schicken“, sagt er.
Unterstützt wurde die Erweiterung der A-STAR-Station mit einer Spende der Firma Vector Informatik GmbH, der die Förderung des medizinischen und pflegerischen Nachwuchses ein besonderes Anliegen ist. So haben Pflegende und Medizinstudierende wie auch die Patienten gleichermaßen einen großen Benefit. „Mein Dank gilt allen, die das Lernen auf der A-STAR täglich durch ihre Arbeit ermöglichen. Vielen Dank für Ihr großartiges Engagement!“, schließt Professorin Müller-Schilling ab.
Universitätsklinikum Regensburg

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