Di., 02.06.2020 , 18:06 Uhr

Uni Regensburg: Bilanz nach 6 Wochen Corona-Semester

Vor gut sechs Wochen ist der digitale Semesterstart an der Universität Regensburg gewesen. Wegen der Corona-Pandemie finden die Vorlesungen ausschließlich online statt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hochschulgruppe Regensburg hat eine erste Bilanz gezogen: Es herrscht weiterhin große Unsicherheit. 

„Für uns sind noch viele Fragen offen. Bis heute fehlt ein Zeitplan, wie die Universität eine schrittweise Rückkehr zu einem regulären Universitätsbetrieb bewerkstelligen will und dabei zugleich ausreichende Hygiene- und Schutzmaßnahmen gewährleistet“, so Matthias Ernst, Mitglied der GEW Hochschulgruppe Regensburg und studentische Vertretung im Senat der UR in der Pressemitteilung.

Einen Grund dafür liege auch in der undurchsichtigen Informationspolitik aufseiten des Wissenschaftsministeriums und der Regensburger Universitätsleitung. Der letzte Corona-Krisenstab unter Einbezug der Studierendenvertretung liege bereits einen Monat zurück. Die schrittweise Wiederöffnung der Regensburger Universitätsbibliothek hinke im landes- und bundesweiten Vergleich deutlich hinterher, heißt es in der Mitteilung.

Die Gewerkschaft führt weiter an: „Ebenso bleibt unklar, wie die UR in ihrer Strategieplanung im Zuge einer möglichen Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs die Belange von Studierenden und Lehrenden aus sog. „Risikogruppen“ berücksichtigt. In Anbetracht dessen ist auch das Festhalten des Wissenschaftsministeriums am Corona-Semester im Ausnahmezustand als regulär gezähltem Semester für die Hochschulgruppe der GEW Regensburg nicht nachvollziehbar.“

„Ein rein digitales Semester stellt Studierende vor viele Hürden und Unsicherheiten. Die zusätzliche mentale Belastung, die fehlende Zeitperspektive einer schrittweisen Rückkehr zum Präsenzbetrieb sowie Finanzierungsschwierigkeiten wegen wegfallender Jobs wird bei vielen zu erheblichen Studienverzögerungen und im schlimmsten Fall auch zu Studienabbrüchen führen“, befürchtet Quirin Quansah, studentischer Sprecher der Universität Regensburg und Mitglied der GEW Hochschulgruppe.

Laut der Gewerkschaft sei noch immer der Zugang zu Forschungsliteratur, Archiven und Arbeitsplätzen eingeschränkt. Die erhöhte Arbeitsbelastung durch die Umstellung von Präsenzlehre auf digitale Lehre sowie fehlende Kinderbetreuung im Homeoffice schränke die Forschungstätigkeit für Wissenschaftler*innen stark ein. Besonders problematisch sei das für Nachwuchswissenschaftler*innen auf befristeten Stellen.

„Wissenschaftler*innen in der Qualifizierungsphase brauchen jetzt eine verbindliche Zusage der Universitätsleitung, dass ihre Verträge um mindestens ein halbes Jahr verlängert werden“, fordert Jakob Simeth, ebenfalls Mitglied der GEW Hochschulgruppe Regensburg in der Mitteilung.

 

 

Pressemitteilung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hochschulgruppe Regensburg

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

06.03.2026 Weltfrauentag 2026 in Regensburg Anlässlich des Internationalen Frauentages findet auch in Regensburg bereits seit vielen Jahren ein buntes und vielfältiges Programm rund um den „Frauenmonat“ März statt. Aufgrund der Kommunalwahl am 8. März findet der Regensburger Aktionstag bereits am Samstag, 7. März, statt. Die Kommunalwahl hat auch zum zusätzlichen Motto WÄHLTFrauentag inspiriert. 06.03.2026 Oberpfalz: Walzverbot für Grünland startet 2026 erst am 2. April Zum Schutz von Wiesenbrütern verbietet das Bayerische Naturschutzgesetz seit 2020 das Walzen von Grünlandflächen nach dem 15. März bis zur ersten Mahd. Nun gibt es für das Jahr 2026 in der Oberpfalz eine Anpassung: Der Beginn des Walzverbots wird auf den 2. April 2026 verschoben. 06.03.2026 Regensburg: Mehrere Verletzte bei Unfall mit Linienbus Bei einem Verkehrsunfall mit einem Linienbus in Regensburg sind am Donnerstag, 5. März 2026, mehrere Menschen verletzt worden. 05.03.2026 Regensburg: Darum schäumt die Donau Gerade ist viel Schaum auf der Donau in Regensburg zu sehen. Das Wasserwirtschaftsamt gibt aber Entwarnung und geht von einer natürlichen Ursache aus.