Do., 13.07.2017 , 09:28 Uhr

Umwelt: Seehofer spricht mit Oberbürgermeistern über Diesel-Stinker

Nach dem Treffen mit den bayerischen Autobauern will Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nun mit Vertretern der Städte über die Luftbelastung durch Diesel-Fahrzeuge sprechen. Am Donnerstag (14.30 Uhr) hat Seehofer die Oberbürgermeister von München, Augsburg, Regensburg, Nürnberg, Würzburg und Ingolstadt in die Staatskanzlei eingeladen. Es geht um Vorbereitungen für ein Maßnahmenpaket, über das der Ministerrat noch vor der Sommerpause sprechen will.

Zur Abwendung von Diesel-Fahrverboten sind die Autohersteller Audi und BMW bereit, Hunderttausende Euro-5-Dieselautos technisch nachzurüsten. Das soll den Ausstoß von gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid (NO2) senken. Klar ist aber auch, dass das zur Einhaltung der Grenzwerte kaum ausreichen wird.

Seehofer hält nichts von flächendeckenden Fahrverboten in den Städten; für den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hingegen ist eine solche Lösung noch nicht vom Tisch.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat vom Freistaat angesichts der immer wieder zu hohen NO2-Werte in München ein Konzept verlangt, um die Grenzwerte endlich einzuhalten. Dabei fordern die Richter auch Verkehrsverbote, jedenfalls für bestimmte Straßenabschnitte.

dpa/MF

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