Viele Menschen in Bayern sehen Künstliche Intelligenz einer neuen Umfrage zufolge eher skeptisch. 38 Prozent erwarten, dass KI das Leben der Menschen in den kommenden Jahren verschlechtern wird. Nur 27 Prozent gehen von einer Verbesserung aus, 35 Prozent sind unentschieden.
Das Ergebnis stammt aus einer Erhebung des Instituts Civey. Das Institut hat im Auftrag des bayerischen Genossenschaftsverbands mehr als 3.000 Menschen im Freistaat befragt. Die Befragung lief zwischen dem 19. August und dem 12. September online. Befragt wurden 3.000 Menschen in Bayern und 10.000 Personen in Deutschland ohne Bayern.
Knapp 9 Prozent erwarten eine eindeutige Verbesserung durch KI, gut 18 Prozent eher positive Auswirkungen. Knapp 21 Prozent rechnen mit einer eher negativen Entwicklung, 17 Prozent mit einer eindeutig negativen.
Der Verbandsvorsitzende Stefan Müller sagte: «Künstliche Intelligenz wird Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend verändern. Doch die Technologie wird ihre Chancen nur entfalten können, wenn die Menschen Vertrauen in sie haben». Politik und Wirtschaft müssten also noch viel Überzeugungsarbeit leisten.
Müller betonte: «Deutschland darf bei einer der wichtigsten Technologien unserer Zeit nicht zum Zuschauer werden. Wir brauchen innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, klare Regeln und eine breite Befähigung der Menschen, mit Künstlicher Intelligenz sicher und souverän umzugehen».
Der Genossenschaftsverband hatte für seinen jährlichen «Heimatindex» zudem nach der Zufriedenheit der Menschen in Bayern fragen lassen. Die Kategorien waren allgemeine Lebenszufriedenheit, Vernetzung mit Freunden und Familie, Freizeit, Kultur und Bildung, Arbeitsplatz und persönliche finanzielle Situation, Wohnumfeld sowie technische Infrastruktur und Grundversorgung. Aus den Teilergebnissen wird der Index berechnet.
Der Heimatindex ist im Jahresvergleich um einen Punkt von 65 auf 64 Punkte zurückgegangen. Die Zufriedenheit mit dem Leben in Bayern bleibt damit auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die allgemeine Lebenszufriedenheit ging um zwei Punkte auf jetzt 65 Punkte zurück.
dpa/MF