So., 08.01.2017 , 08:13 Uhr

Trotz Kälte: Eisdecken auf Weihern und Seen noch instabil

Seit einigen Tagen hat es Minusgrade in der Region und langsam beginnen die ersten Seen zu zufrieren. Doch Vorsicht das Eis ist noch zu dünn und die Gefahr beim Betreten somit sehr hoch.

Dünnes Eis ist Lebensgefährlich

“Die niedrigen Temperaturen der letzten Tage haben teilweise dazu geführt, das sich auf einigen Gewässern eine Eisschicht gebildet hat. Jedoch warne ich eindringlich davor, die Eisfläche zu betreten. Die im Moment bestehende Eisdecke ist noch viel zu dünn. Bricht man durch die Eisdecke ein besteht Lebensgefahr aufgrund der kalten Wassertemperaturen. Wer ins Eis einbricht verliert bei den niedrigen Wassertemperaturen sehr schnell das Bewusstsein und läuft so Gefahr zu ertrinken."Horst Happach, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht Regensburg

 

Damit Eis eine Person mit 75 Kilo Körpergewicht tragen kann, muss es mindestens zehn Zentimeter dick sein. Für kleinere Personengruppen sollten es mindestens 15 Zentimeter sein. „Damit das Eis so dick wird, braucht es noch einige richtig kalte Tage“, erklärt Horst Happach. Auch wenn das Eis am Rand schon dick genug ist, heißt das nicht, dass es überall Menschen tragen kann. „Warme Strömungen unter dem Eis sind von außen nicht sichtbar und können gefährlich dünne Eisstellen erzeugen.“

Eisflächen auf natürlichen Gewässern besser meiden

Wer dennoch ins Eis einbricht sollte unbedingt:

• laut um Hilfe rufen

• in jedem Fall vermeiden, dass er unter das Eis gerät

• sich so wenig wie möglich bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu verlieren

 

Zeugen eines solchen Unfalls sollten 

• sofort Hilfe holen über die Notrufnummern 112

• die eingebrochene Person beruhigen

• mit Hilfe von Hilfsmitteln wie Rettungsringen, Leitern (teilweise an Seen am

Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseil oder ähnlichen Gegenständen, die eingebrochene Person absichern

• nur ins eisige Wasser gehen, wenn sie selbst über eine dritte Person mit einem Seil gesichert sind

 

Wenn es gelingt den Verunfallten ans Land zu ziehen, ist es wichtig, ihn unbedingt vor Kälte zu schützen und möglichst wenig zu bewegen. Ist der Verunfallte bewusstlos muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden, hat er einen Herz-Kreislauf-Stillstand, muss umgehend mit der Wiederbelebung begonnen werden. 

 

 

pm/LS

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