Mi., 30.10.2024 , 16:06 Uhr

Trauer im Landkreis Cham: Altlandrat Ernst Girmindl ist gestorben

Der Landkreis Cham trauert um Altlandrat Ernst Girmindl. Der Politiker war von 1972 bis 1996 Landrat des Landkreises Cham und zuvor schon Landrat des Landkreises Roding.

Nach dem Tod von Altlandrat Ernst Girmindl hat auch der Landrat des Landkreises Cham, Franz Löffler, ein Statement veröffentlicht. Darin bezeichnet er Girmindl als brückenbauenden Architekten und Baumeister des heutigen Landkreises Cham. Girmindl sei es gelungen, die Strukturen aus vier Altlandkreisen zusammenzuführen. Aber nicht nur das, sondern vor allem den Menschen Mut zu machen. Nicht jammern, sondern anpacken, das sei das Credo des Verstorbenen gewesen.

Girmindl hat unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse im Jahr 1985 erhalten – und den Bayerischen Verdienstorden im Jahr 1995. Nur zwei von vielen Auszeichnungen für Girmindl.

 

Kondolenzbuch liegt aus

Bürgerinnen und Bürger haben ab Donnerstag (31.10. 12-16 Uhr) die Möglichkeit, ihre Anteilnahme auszudrücken. Das Kondolenzbuch liebt im Landratsamt des Landkreises Cham aus – und zwar in Raum N0-26 im Erweiterungsbau. Aufgrund des Feiertages liege das Buch wieder ab Montag (4. November) zu den normalen Öffnungszeiten von 8 bis 16 Uhr aus.

 

Statement von Landrat Franz Löffler

Mit Altlandrat Ernst Girmindl verliert der Landkreis den brückenbauenden Architekten und Baumeister des heutigen Landkreises Cham. Er war ein Grandseigneur. Ihm ist es gelungen, nicht nur die Strukturen aus vier Altlandkreisen (Cham, Kötzting, Waldmünchen und Roding) zusammenzuführen, sondern vor allem den Menschen Mut zu machen. Er hat unserer Region Zukunftsperspektiven eröffnet. Er hat uns den Weges gezeigt und das erste Stück maßgeblich begleitet vom Armenhaus zum innovativen und fortschrittlichen Lebens- und Wirtschaftsraum im Herzen Europas.

Nicht jammern, sondern anpacken, das war sein Credo. Diese Mentalität ist das Rückgrat unserer Erfolgsgeschichte. Für ihn gab es keinen interessanteren und schöneren Beruf als den eines Landrats. Man könne gestalten, helfen und bräuchte nicht nur verwalten. Genau diese Gestaltungskraft hat ihn ausgezeichnet. Viele der heute zentralen Akteure tragen seine Handschrift. Der von ihm initiierte Aktionskreis Lebens- und Wirtschaftsraum Landkreis Cham fördert immer noch unsere Wirtschaft maßgebend. Die Landkreismusikschule und die koordinierte Zusammenarbeit der Museen bereichern unser kulturelles Leben. Nachhaltigkeit und sanfter Tourismus werden durch den Naturpark Oberer Bayerischer Wald gelebt.

Auch nach seiner selbst gewählten Amtsniederlegung 1996 hat er mich besonders in den ersten Jahren meiner Amtszeit immer wohlwollend begleitet. Er war für mich ein väterlicher Freund für dessen Zuspruch und Rückhalt ich sehr dankbar bin. Eine Dankbarkeit, die wohl der gesamte Landkreis fühlt.

 

MF / Pressemitteilung Landkreis Cham

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 22.09.2026 Bayern: Reaktion auf Pisa-Ergebnisse - mehr Mathe, Deutsch und Sport Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sorgt sich angesichts der jüngsten Pisa-Ergebnisse um die langfristige Innovationsfähigkeit des Freistaats. Bei einer CSU-Fraktionsklausur in Kloster Banz bei Bad Staffelstein sprach Söder von einem «Pisa-Schock». Die Ergebnisse werfen für ihn die Frage auf, ob Bayern auch in einigen Jahren noch genügend qualifizierte Köpfe haben wird, um seine Innovationskraft zu 21.09.2026 Tschechien entlastet Autofahrer an der Tankstelle Aufgrund der hohen Energiepreise hat die tschechische Regierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, um Autofahrer an der Tankstelle zu entlasten. Vom 1. Oktober an werde wieder ein Preisdeckel für Benzin und Diesel eingeführt, teilte Finanzministerin Alena Schillerova mit. Die Vorgaben sollen täglich aktualisiert werden. Zugleich werde die Verbrauchsteuer auf Diesel auf 8,011 Kronen (33 Eurocent) je Liter 21.09.2026 Furth im Wald: Ein Besuch im Rotlichtmilieu ohne Happy End Um Mitternacht kontrollierten Fahndungskräfte ein Auto am Grenzübergang Furth im Wald bei der Einreise. Der 59-jährige Fahrer gab an, seine Begleiterin arbeite in Tschechien im Rotlichtmilieu und sie seien auf dem Weg zu ihm nach Hause. Da die 28-Jährige über keine gültigen Grenzübertrittsdokumente verfügte, verweigerten die Beamten ihr die Einreise. Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen ermittelt gegen