Do., 27.04.2023 , 15:08 Uhr

Theater Regensburg wird Staatstheater

Jetzt ist es offiziell: Das Theater Regensburg wird Staatstheater.

Das Theater Regensburg wird Staatstheater. Das hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder heute in Regensburg verkündet. Er war gemeinsam mit Heimatminister Albert Füracker und Kunstminister Markus Blume vor Ort.

Allerdings: Das Theater wird nicht sofort zum Staatstheater erhoben. Laut Söder sei heute der Startschuss. Der Ministerpräsident sprach von einem Prozess, aber auch von einer Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit am Theater Regensburg.

Konkret bedeutet die Neuerung für das Theater Regensburg: der Freistaat erhöht nach und nach in Etappen die Gelder, die das Theater bekommt. 2023 hat der Freistaat schon 8,5 Millionen Euro für das Theater ausgegeben, jetzt werden nochmals 2,2 Millionen Euro hinzu kommen. Das bedeutet mehr Möglichkeiten für das Theater.

Dass das Theater Regensburg in den Rang eines Staatstheaters aufsteigen wird, darüber war schon im Februar spekuliert worden. Die Regensburger SPD-Fraktion hatte damals darüber berichtet.

MF

Video: Theater Regensburg wird Staatstheater
Anfang des Jahres war die Nachricht durchgesickert, dass das Theater Regensburg ein Bayerisches Staatstheater werden soll. Schon seit längerem hatte es Bemühungen in diese Richtung von Seiten der Stadtpolitik und des Theaters gegeben. Heute gab es eine große Pressekonferenz zur Zukunft des Theaters. Sogar der Ministerpräsident persönlich ist dafür nach Regensburg gekommen und machte die frohe Nachricht offiziell.
Pressemitteilung Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Größtes kommunales Mehrspartenhaus in Bayern – zukünftig sieben bayerische Staatstheater – Kunstminister Blume: „Das Theater Regensburg ist unser ostbayerisches Erfolgsstück“

Die Weichen sind gestellt für ein weiteres Staatstheater in Bayern: Auf einem Pressetermin informierten heute Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Kunstminister Markus Blume und Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer im Theater Regensburg über dessen Entwicklung hin zum Staatstheater. 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte: „Regensburg wird Staatstheater! Wir geben heute den Startschuss zum großen Upgrade des Theaters Regensburg. Wir wollen Spitzen-Kultur im ganzen Land. Insgesamt gibt es dann sieben Staatstheater im Freistaat. Die Ernennung eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Stadt und Staat kümmern sich gemeinsam. Weiterhin viel Vergnügen mit dem Gesamtkunstwerk Theater!"

 

Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume betonte: „Vorhang auf für den ersten Akt auf dem Weg zum Staatstheater. Das Theater Regensburg ist unser ostbayerisches Erfolgsstück: Publikumsmagnet, Uraufführungstheater, spartenübergreifendes Multitalent oder Nachhaltigkeitsvorreiter – diese Erfolgsbilanz überzeugt selbst die strengsten Kritiker. Ich freue mich, dass wir das Ensemble der bayerischen Staatstheaterlandschaft mit dem künftigen Staatstheater Regensburg um eine weitere herausragende Bühne erweitern können. Toi, toi, toi für die Zukunft!“

 

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker fügte hinzu: „Der heutige Tag unterstreicht, wie wichtig Bayern die Förderung des kulturellen Lebens ist. Im Schulterschluss mit der Stadt Regensburg wollen wir die Förderung des Theaters erhöhen und ebnen damit den Weg zu einem Staatstheater. Regensburg wäre das erste und einzige Staatstheater in Ostbayern und damit ein wichtiger Beitrag für gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Bayern!“

 

Intendant Sebastian Ritschel und Kaufmännischer Direktor Dr. Matthias Schloderer: „Heute ist ein historischer Tag für die Zukunft des Theater Regensburg. Dass wir uns mit diesem großartigen Haus auf den Weg in Richtung Staatstheater begeben dürfen, ist eine Auszeichnung und Wertschätzung aller Menschen, die hier wirken und täglich mit großem Einsatz am Erfolg des Theaters arbeiten. Wir werden weiter das Profil unseres Hauses als Uraufführungstheater schärfen und gemeinsam mit Mut, Tatkraft und Phantasie an der Zukunft eines nachhaltigen Theaterbetriebes arbeiten. So können wir die Gegenwart für die Zukunft gestalten – die heißt für uns Staatstheater.“

 

Das Theater Regensburg – Bayerns größtes kommunales Mehrspartenhaus mit eigenen Ensembles für Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Junges Theater sowie mit eigenem Philharmonischen Orchester und Opernchor – soll in einem mehrjährigen Prozess schrittweise in ein Staatstheater überführt werden. Die Umbenennung zum Staatstheater erfolgt am Ende dieses Prozesses mit Erreichen der angestrebten paritätischen Finanzierung durch den Freistaat Bayern und die Stadt Regensburg. Trägerin des Theaters bleibt auch künftig die Stadt. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer dazu: „Wir sind sehr stolz auf unser Theater, seine großen künstlerischen Erfolge und seine Strahlkraft als Motor für die Attraktivität der Region. Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir bald mit dem Freistaat Bayern einen starken Partner auf Augenhöhe haben und das Theater Regensburg so in eine finanziell gesicherte und erfolgreiche Zukunft gehen kann.“

 

In einem ersten Schritt wird der staatliche Anteil am Betriebsfehlbedarf bereits im Jahr 2023 um 2,2 Mio. Euro auf rund 35 Prozent gesteigert. In den kommenden Jahren soll die Beteiligung des Freistaats an der Finanzierung dann – wie bei den Staatstheatern Nürnberg und Augsburg sowie künftig dem Mainfrankentheater Würzburg – sukzessive auf 50 Prozent angehoben werden. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen Leuchtkraft und künstlerische Qualität des künftigen Staatstheaters weiter ausgebaut werden.

 

Zukünftig sieben Staatstheater in Bayern

Bayerische Staatstheater sind derzeit die traditionellen Münchner Häuser – Bayerische Staatsoper, Bayerisches Staatsschauspiel (Residenztheater) und das Staatstheater am Gärtnerplatz – sowie die Staatstheater Nürnberg und Augsburg.  Der Prozess zur Entwicklung des Mainfrankentheaters Würzburg zu einem Staatstheater wurde 2019 in Gang gesetzt. Mit dem künftigen Staatstheater Regensburg wird die bayerische Staatstheaterlandschaft um einen strahlkräftigen Leuchtturm für Ostbayern bereichert.

Pressemitteilung Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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Auf dem Weg zum Staatstheater
Die Mitteilung aus dem Theater Regensburg

Auf der Bühne des Theater Regensburg informierten heute Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Kunstminister Markus Blume und Finanz- und Heimatminister Albert Füracker sowie Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer über die Entwicklung des Fünf-Sparten-Hauses hin zum Staatstheater.

Umrahmt wurde die Pressekonferenz von künstlerischen Beiträgen des Philharmonischen Orchesters, des Schauspiels und des Musiktheaters. Als Ministerpräsident Söder die drei Worte aussprach: „Regensburg wird Staatstheater,“ brach der Zuschauerraum in Jubel aus. Es sein eine „Wertschätzung, Anerkennung, Aufwertung, eine Auszeichnung wie ein Oskar“ führte der Ministerpräsident aus.

In einem mehrjährigen Prozess wird das Theater Regensburg in mehreren Schritten, die bereits 2023 beginnen, in ein Staatstheater überführt werden. Damit wird das Theater neben den drei Münchner Häusern sowie den Staatstheatern in Augsburg und Nürnberg und dem ebenfalls auf dem Weg befindlichen Mainfrankentheater Würzburg das vierte Staatstheater außerhalb der Landeshauptstadt. „Das Theater Regensburg ist unser ostbayerisches Erfolgsstück“, betonte Kunstminister Markus Blume, und fuhr fort: „Publikumsmagnet, Uraufführungstheater, spartenübergreifendes Multitalent oder Nachhaltigkeitsvorreiter – diese Erfolgsbilanz überzeugte selbst die strengsten Kritiker.“ Worte, die man in Regensburg sehr gern hörte.

In einem ersten Schritt wird der staatliche Anteil am Betriebsfehlbedarf (unter anderem verschärft durch Tariferhöhungen und gestiegene Preise) bereits im Jahr 2023 um 2,2 Mio. Euro auf rund 35 Prozent gesteigert. In den kommenden Jahren soll die Beteiligung des Freistaats an der Finanzierung dann – wie bei den Staatstheatern Nürnberg und Augsburg – sukzessive auf 50 Prozent angehoben werden.

„Heute ist ein historischer Tag für die Zukunft des Theater Regensburg. Dass wir uns mit diesem großartigen Haus auf den Weg in Richtung Staatstheater begeben dürfen, ist eine Auszeichnung und Wertschätzung aller Menschen, die hier wirken und täglich mit großem Einsatz am Erfolg des Theaters arbeiten. Wir werden weiter das Profil unseres Hauses als Uraufführungstheater schärfen und gemeinsam mit Mut, Tatkraft und Phantasie an der Zukunft eines nachhaltigen Theaterbetriebes arbeiten. So können wir die Gegenwart für die Zukunft gestalten – die heißt für uns Staatstheater,“ freuen sich Intendant Sebastian Ritschel und der kaufmännische Vorstand Dr. Matthias Schloderer.

Neben einer großen Bestätigung für Arbeit und Ausrichtung ist der Weg zum Staatstheater ein wichtiger Impuls auch für das Haus, das mit über 950 Veranstaltungen in dieser Spielzeit und dem großen Aufkommen an Uraufführungen bereits jetzt auf überregionalem Niveau spielt. „Wir werden gemeinsam mit den Beschäftigten den Weg der kommenden Jahre gestalten“, betont die Theaterleitung.

Pressemitteilung Theater Regensburg

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