Mi., 16.03.2016 , 11:04 Uhr

Temperaturen steigen: Zecken auf dem Vormarsch

Die Temperaturen steigen und locken zunehmend ins Freie. Im Grünen lauert jedoch eine ganz besondere Gefahr: Zecken, die durch ihren Biss mitunter tödlich endende Krankheiten übertragen können. Milde Winter begünstigen die Zeckenpopulation zusätzlich.

Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. erklärt, worauf Hunde- und Katzenhalter jetzt achten müssen.

Unabhängig davon, ob Hundehalter mit ihrem Tier im Park, Wald oder im eigenen Garten unterwegs sind, und ganz gleich welchen Schutz sie anwenden: Das Tier sollte nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken abgesucht werden. Dasselbe gilt für Katzen mit Freigang. „Je länger die Zecke am Blut des Hundes oder der Katze saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass lebensgefährliche Erreger übertragen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, immer beispielsweise einen Zeckenhebel bei sich zu tragen, um schnellstmöglich reagieren zu können“, empfiehlt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. Nicht immer gelingt es jedoch, die ganze Zecke zu entfernen. „Bleibt der Kopf stecken, sollten Tierhalter keinesfalls an der Stelle drücken oder quetschen. In den meisten Fällen schafft es der Körper von selbst, den Zeckenkopf abzustoßen. Sollten Tierhalter jedoch eine Entzündung oder Eiter feststellen, muss das Tier dem Tierarzt vorgestellt werden.“

Es gibt viele Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden können. „Die häufig durch Zecken verbreiteten Krankheiten bei Hunden sind die Anaplasmose und die Lyme-Borreliose. Gegen Borreliose können Hunde ab dem Alter von zwölf Wochen vorsorglich geimpft werden, ein vollständiger Schutz gegen diese Krankheit lässt sich dadurch jedoch nicht erreichen“, erklärt die Tierärztin. „Hat sich ein Tier angesteckt, kann die Borreliose nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis hin zu fünf Monaten ausbrechen. Die sogenannte Wanderröte rund um die Einstichstelle ist ein typisches Symptom beim Mensch, tritt aber bei Hund und Katze selten auf oder kann durch das Fell oder eine Hautpigmentierung verdeckt werden. Des Weiteren können Fieber, Schmerzen und Entzündungen der Gelenke und damit wechselnde Lahmheiten auftreten. Der Verlauf kann beschwerdefrei bis hin zu schwer erkrankt sein.“ Besteht der Verdacht auf eine Borrelien-Infektion muss das Tier unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden, der nach der Diagnose eine Behandlung ansetzt.

Anti-Zeckenmittel sind sowohl im Tierbedarfsmarkt als auch beim Tierarzt erhältlich. Da das Angebot jedoch breit gefächert ist und nicht alle Zeckenarten aufgrund ihrer Rezeptoren gleich gut auf die verschiedenen Mittel ansprechen, ist eine tierärztliche Beratung zu empfehlen. Entdeckt der Halter trotz Vorsorge eine Zecke am Tier, muss sie schnellstmöglich mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhebel entfernt werden. Von der Entfernung der Zecke mit bloßen Fingern ist abzuraten, da dann oft der Kopf abreißt oder die Zecke gequetscht wird.

Pressemitteilung TASSO e.V. /MF

Das könnte Dich auch interessieren

22.09.2026 Bayern: Mehr Gurtverstöße bei Polizeikontrollen zum Schuljahresbeginn Bei einer landesweiten Kontrollaktion zum Schuljahresbeginn hat die Bayerische Polizei mehr Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt als im Vorjahr. Vom 15. bis 18. September 2026 kontrollierten die Beamten verstärkt, ob Autofahrer und Mitfahrer angeschnallt und Kinder ordnungsgemäß gesichert waren.   Mehr als 1.000 Gurtverstöße festgestellt Insgesamt registrierte die Bayerische Polizei 1.082 Gurtverstöße. Im Vorjahr waren 22.09.2026 Bayern: Reaktion auf Pisa-Ergebnisse - mehr Mathe, Deutsch und Sport Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sorgt sich angesichts der jüngsten Pisa-Ergebnisse um die langfristige Innovationsfähigkeit des Freistaats. Bei einer CSU-Fraktionsklausur in Kloster Banz bei Bad Staffelstein sprach Söder von einem «Pisa-Schock». Die Ergebnisse werfen für ihn die Frage auf, ob Bayern auch in einigen Jahren noch genügend qualifizierte Köpfe haben wird, um seine Innovationskraft zu 22.09.2026 Abensberg: Judoka nach Prügelattacke auf Timo Cavelius lebenslang in Bundesliga gesperrt Nach einer Prügelattacke in der Judo-Bundesliga gibt es eine erste Entscheidung: Akaki Japaridze ist von der Exekutive der Judo Bundesliga auf Lebenszeit gesperrt worden. 22.09.2026 Heute Abend im Programm