Fr., 02.06.2017 , 08:45 Uhr

Studie der OTH Regensburg vorgestellt: Asylsuchende wollen sich integrieren

Asylsuchende in Bayern wollen ihren Platz im Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft finden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg, die am Donnerstag in München vorgestellt wurde. Die Asylsuchenden äußerten demnach einen deutlichen Willen zur Integration, fast alle wollten Deutsch lernen und dann ein Studium oder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Neben Herkunft und Fluchtmotiven wurden im Auftrag der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung auch subjektive Sichtweisen abgefragt.

Mithilfe von neun Dolmetschern sprachen die Wissenschaftler mit rund 780 Personen in Asylunterkünften in Nürnberg und dem Landkreis Ebersberg. Sie wollten herausfinden, wer nach Bayern flüchtet: «Den typischen Asylsuchenden gibt es nicht», fasst die Leiterin der Studie, Sonja Haug, die Ergebnisse zusammen. Die Sichtweisen der Befragten aus Syrien, Eritrea, Afghanistan und dem Irak unterschieden sich in vielen Punkten signifikant voneinander. Der Großteil der meist jungen, schlecht ausgebildeten Männer aus Eritrea und Afghanistan halte eher an konservativen Werten fest. «Einstellung ist eine Herausforderung», betonte Haug. Entscheidend für eine gelingende Integration sei es, zivilgesellschaftliche Werte zu vermitteln.

 

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

22.09.2026 Bayern: Herzschwäche tritt regional sehr unterschiedlich auf Der Anteil der Menschen mit Herzschwäche unterscheidet sich in Bayern deutlich von Region zu Region. Besonders in Nordbayern und Ostbayern werden viele Patienten wegen Herzinsuffizienz behandelt. Das zeigen Daten aus dem „Gesundheitsatlas Deutschland“ der AOK. Oberfranken mit höchstem Anteil Für das Jahr 2024 weist Oberbayern mit 4,3 Prozent den niedrigsten Anteil an Erkrankten über 30 22.09.2026 Bayern: Mehr Gurtverstöße bei Polizeikontrollen zum Schuljahresbeginn Bei einer landesweiten Kontrollaktion zum Schuljahresbeginn hat die Bayerische Polizei mehr Verstöße gegen die Gurtpflicht festgestellt als im Vorjahr. Vom 15. bis 18. September 2026 kontrollierten die Beamten verstärkt, ob Autofahrer und Mitfahrer angeschnallt und Kinder ordnungsgemäß gesichert waren.   Mehr als 1.000 Gurtverstöße festgestellt Insgesamt registrierte die Bayerische Polizei 1.082 Gurtverstöße. Im Vorjahr waren 22.09.2026 Bayern: Reaktion auf Pisa-Ergebnisse - mehr Mathe, Deutsch und Sport Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sorgt sich angesichts der jüngsten Pisa-Ergebnisse um die langfristige Innovationsfähigkeit des Freistaats. Bei einer CSU-Fraktionsklausur in Kloster Banz bei Bad Staffelstein sprach Söder von einem «Pisa-Schock». Die Ergebnisse werfen für ihn die Frage auf, ob Bayern auch in einigen Jahren noch genügend qualifizierte Köpfe haben wird, um seine Innovationskraft zu 22.09.2026 Abensberg: Judoka nach Prügelattacke auf Timo Cavelius lebenslang in Bundesliga gesperrt Nach einer Prügelattacke in der Judo-Bundesliga gibt es eine erste Entscheidung: Akaki Japaridze ist von der Exekutive der Judo Bundesliga auf Lebenszeit gesperrt worden.