Mi., 20.06.2018 , 08:38 Uhr

Studentin wahrscheinlich beim Trampen getötet - Festnahme

Die vermisste Studentin aus Leipzig ist wahrscheinlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Es sei ein Mann festgenommen worden, der im Verdacht stehe, die 28-Jährige getötet zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Leipzig am Dienstag mit. Die Frau war zuletzt am Donnerstag gesehen worden, als sie laut Zeugen bei Leipzig trampen wollte und in einen Lastwagen stieg.

Weitere Details zu dem Verdächtigen gaben die Behörden nicht bekannt. Auch wo der Mann festgenommen wurde, wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen. «Derzeit sind die Ermittlungen noch nicht so weit fortgeschritten, dass Einzelheiten mitgeteilt werden können, ohne den Fortgang der Untersuchungen zu gefährden», erklärten die Behörden. Die Ermittlungen würden weiter «mit höchster Intensität geführt», um die vermisste Frau zu finden. Beteiligt seien Polizeibehörden aus mehreren Bundesländern sowie ausländische Polizeidienststellen.

Die 28-Jährige hatte am vorigen Donnerstag von Leipzig nach Amberg in Bayern trampen wollen und war seitdem verschwunden. Die Familie der Studentin hatte über das Internet Suchaufrufe verbreitet. Die Frau soll in Schkeuditz bei Leipzig in einen Lkw gestiegen sein. Danach verlor sich ihre Spur.

Es würden weiterhin dringend Zeugen gesucht, die die Studentin nach dem Einsteigen in den Lastwagen gesehen haben, teilte die Polizei mit. Auch wer den Laster später noch auf Rastplätzen oder der Autobahn gesehen habe, solle sich melden.

Der Bruder der 28-Jährigen hatte bei Facebook gepostet, dass der Lkw-Fahrer gefunden worden sei. Er soll ausgesagt haben, dass die Frau den Lkw an der A9, Ausfahrt 49, in der Nähe von Nürnberg wohlauf verlassen habe. Die Polizei hatte zu diesem Hinweis lediglich erklärt, das dem nachgegangen werde.

dpa/MF

 

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