Mi., 05.06.2013 , 20:59 Uhr

Straubing: Trotz leicht sinkender Pegelstände bleibt Situation kritisch

Der aktuelle Wasserstand beträgt 7,79 m (19.00 Uhr). Prognostiziert sind nun für Mitternacht 7,65 m, für Donnerstagmorgen 7,38 m. Trotz der leicht sinkenden Pegelstände  besteht auch weiterhin  noch eine äußerst kritische Phase. Noch sehr hohe Wasserstände sowie maximale Durchnässung der Deiche stellen eine höchste Belastung für die Dammbauwerke dar.

 

Weder Dämme noch gesperrte Deichhinterwege dürfen betreten werden. Darüber hinaus erhöht das Betreten der Deiche das Risiko von Deichbrüchen. Hier kann „jeder Schritt zu viel sein!“. Zusätzlich wird häufig die engagierte Arbeit der Einsatzkräfte behindert!

 

Evakuierung an der Gstütt-Insel

 

Die Evakuierungsmaßnahmen für den Bereich „Gstütt“ in Straubing sind bis heute am frühen Nachmittag abgeschlossen worden. Es wurden keine größeren Vorkommnisse gemeldet.

 

Die Sicherungsmaßnahmen am Deich im Bereich der Kleingartenanlage „Schwedenschanze“ sind ebenfalls erfolgreich abgeschlossen worden. Die Situation dort hat sich zwar erheblich verbessert, nach Meinung der Fachstellen des Wasserwirtschaftsamtes bleiben aber hohe Kalkulationsrisiken verbunden mit der dargestellten Belastung der Deichbauwerke bei sinkenden Pegelständen. Gerade im Fall eines Deichversagens wäre dort eine nur äußerst kurze Reaktionszeit gegeben.

 

Nach Betrachtung aller Faktoren kann daher für den heutigen Mittwoch keine Rückführung der evakuierten Bevölkerung angeordnet werden. Der Führungsgruppe ist die Belastung der Bevölkerung durch die Evakuierung selbstverständlich bewusst. Am Mittwochabend galt dies abzuwägen gegenüber dem nach wie vor potentiell bestehenden Risiko eines Dammbruchs.

 

Als Folge der weiterhin bestehenden Evakuierung der „Gstütt-Insel“ bleibt auch die Chamer Straße gesperrt. Die Westtangente bleibt weiterhin zur Entspannung des Verkehrsaufkommens geöffnet. Bei hoher Verkehrsdichte erfolgt allerdings Blockabfertigung, so dass mit erheblichen zeitlichen Verzögerungen gerechnet werden muss. Für Fußgänger und Radfahrer bleibt die Westtangente jedoch gesperrt.

 

 

Das Angebot einer Notunterkunft in der Schulturnhalle Kirchroth bleibt ebenfalls aufrechterhalten. Die Unterkunft kann selbst angefahren werden. Bei Transportbedarf können sich Betroffene an das Bürgertelefon in der Einsatzzentrale wenden. Von dort wird eine Transportmöglichkeit organisiert (Tel.-Nr. 09421/971-6313 bzw. -6314).

Der stündliche Shuttle-Service bei der Glaserei Kronacker wird eingestellt.

 

pm/mg

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