Die Einrichtung richtet sich insbesondere an Schulklassen sowie interessierte Gruppen. Ziel ist es, junge Menschen im Umgang mit Social Media, Fake News und gesellschaftlichen Herausforderungen zu stärken.
Die neue Akademie in Straubing versteht sich als Ort des Dialogs und der Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen. Zur Eröffnung betonte Florian Herrmann (CSU), Leiter der Staatskanzlei und bayerischer Medienminister, die Bedeutung des freien Diskurses: „Der Diskurs wird hier gelebt.“ Die Akademie sei ein wichtiges Zeichen in Zeiten, in denen Demokratie und Pressefreiheit unter Druck geraten.
Träger der Einrichtung ist die Stiftung Attenkofer, die Akademie selbst ist privat finanziert. Zum Medienhaus gehören neben dem Straubinger Tagblatt auch die Landshuter Zeitung sowie die Abendzeitung aus München.
Ein zentraler Bestandteil der Akademie ist eine pädagogisch hochwertige Ausstellung, die die wechselvolle Geschichte des Verlags und der Medienlandschaft vermittelt. Der Rundgang solle deutlich machen, wie sich historische Entwicklungen wiederholen können – ein Aspekt, der laut Minister Herrmann besonders berühre.
Thematisiert wird dabei auch die Bedrohung demokratischer Strukturen durch Kräfte, die nicht den Dialog, sondern die Konfrontation suchen. Meinungsfreiheit und Pressefreiheit stehen deshalb im Mittelpunkt der Bildungsarbeit.
Die Akademie möchte vor allem Schülerinnen und Schülern helfen, sich im „Mediendschungel“ zurechtzufinden. Leiterin Sonja Ettengruber kündigte an, dass das Haus vielfältige Bildungsangebote bereithalte. Auch Veranstaltungen sollen regelmäßig stattfinden. Ein erstes Highlight ist der Lehrermedientag der bayerischen Zeitungen im November.
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung bietet die Akademie auch einen Raum für analoge Kommunikation und persönliche Begegnung. Verleger Martin Balle betonte, dass dieser Aspekt in der heutigen, oft digitalen Welt besonders wichtig sei. Die Akademie soll ein Ort sein, an dem Werte, Wissen und Dialog im Mittelpunkt stehen.
dpa / MF