Fr., 05.09.2025 , 10:32 Uhr

Ostbayern: Zöllner entdecken 9.000 Schmuggelzigaretten in Auto

Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald haben auf der A3 bei Straubing-Bogen einen bulgarischen Autofahrer gestoppt.

Dabei haben die Beamten 9.000 Schmuggelzigaretten sichergestellt. Die versteckte Ware war in mehreren ausgeklügelten Verstecken im Fahrzeug verteilt – unter anderem im Motorraum, in einer Sporttasche, im Kofferraum, in einem Ersatzrad sowie im originalen Notrad. Gegen den 40-jährigen Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet.

Kontrolle auf der A3 bei Straubing-Bogen

Der 40-jährige Bulgare war mit seinem Auto von Bulgarien nach Nordrhein-Westfalen unterwegs, als ihn die Zöllner bei einer Kontrolle auf der Autobahn A3 stoppten. Auf Nachfrage gab der Mann an, keine verbotenen Waren mitzuführen. Die anschließende Fahrzeugkontrolle brachte jedoch eine andere Wahrheit ans Licht.

Zigaretten in Ersatzrad und Sporttasche

Im Kofferraum des Fahrzeugs fanden die Beamten ein nicht zum Auto passendes Ersatzrad. Als sie es schüttelten, hörten sie verdächtige Geräusche. Beim Öffnen kamen 2.000 Zigaretten zum Vorschein. Außerdem entdeckten die Zöllner in einer Sporttasche weitere 2.400 Zigaretten.

Versteck im Motorraum trotz Täuschungsversuch

Beim Versuch, die Motorhaube zu öffnen, behauptete der Fahrer, diese sei defekt. Die Beamten ließen sich davon jedoch nicht beirren und öffneten die Haube problemlos. Am Motorblock, mit Panzertape befestigt, fanden sie 2.800 weitere Zigaretten.

Notrad mit weiterer Schmuggelware

Auch das originale Notrad des Fahrzeugs wurde kontrolliert. Wieder fiel ein ungewöhnliches Geräusch beim Schütteln auf. Daraufhin gab der Fahrer zu, dass sich auch dort Zigaretten befänden. Die Zöllner schnitten den Reifen auf und fanden 1.800 Zigaretten darin.

Gesamtfund: 9.000 Zigaretten mit bulgarischer Steuerbanderole

Insgesamt wurden 9.000 Zigaretten mit bulgarischer Steuerbanderole aus dem Verkehr gezogen. Weitere Auffälligkeiten im Fahrzeug gab es nicht. Laut René Matschke, dem Leiter des Hauptzollamts Regensburg, zeigt dieser Fall erneut, wie aufmerksam und gründlich die Zöllner arbeiten.

Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. In Deutschland drohen hierfür Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren, in besonders schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahren.

PM Hauptzollamt Regensburg / KH

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