Fr., 26.06.2020 , 11:18 Uhr

Stiftung KreBeKi: Bürgerpreis für Mitmachchat Moritz

Die Regensburger Stiftung KreBeKi ist mit dem Mitmachchat Moritz Preisträger des Bürgerpreises des Bayerischen Landtages geworden. Insgesamt zeichnet der Landtag sieben Projekte aus, es gibt ein Preisgeld von 50.000 Euro. Dabei ist das Projekt Mitmachchat Moritz aus knapp 60 Einsendungen ausgewählt worden. Das KreBeKi-Projekt teilt sich den ersten Platz mit dem Aurelius Förderwerk aus Nürnberg und erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Die Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern wurde 2004 vom VKKK Ostbayern errichtet. Schirmherrin ist Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Die Stiftung möchte Kindern und Jugendlichen in Bayern helfen, die von Krebs oder Behinderung betroffen sind.

Der Mitmachchat macht seit Beginn der Corona-Maßnahmen zweimal pro Woche in Kinderkliniken und Behinderteneinrichtungen Halt, um einen Videochat möglich zu machen. Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer ansteckenden Krankheit oder eines schwachen Immunsystems in dieser Zeit keinen Besuch empfangen dürfen, können so per Handy, Tablet oder Computer Kontakt zu Angehörigen oder Freunden aufnehmen – und so auch in der schwierigen Zeit etwas gemeinsam erleben.

 

Aus der Pressemitteilung des Bayerischen Landtags

Die Preisträger des diesjährigen Bürgerpreises unter dem Motto „Neue Netze, neue Nachbarn – gemeinsam digital sozial“ stehen fest: Sieben herausragende Projekte, unter denen das Preisgeld von 50.000 Euro aufgeteilt wird, wählte der unabhängige Beirat aus. Alle Preisträger setzen sich in besonderer Weise ehrenamtlich dafür ein, Menschen miteinander zu vernetzen – auch digital – und in der Nachbarschaft oder einer Community zusammenzubringen.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner betonte: „Die Auswahl war nicht einfach, denn wir haben glücklicherweise viele sehr gute Bewerbungen gehabt. Es ist toll zu sehen, wie die Bürgerinnen und Bürger in Bayern mit großem ehrenamtlichen Einsatz die Menschen untereinander verbinden – gerade auch mithilfe digitaler Angebote – und so dafür sorgen, dass der Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten stärker wird. Gerade in den vergangenen Wochen war es aufgrund der Corona Pandemie ja umso wichtiger, durch eine digitale Vernetzung auch von daheim aus für andere da zu sein. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich!“

1. Preis (2x je 10.000 Euro):

– Aelius Förderwerk e.V. (Nürnberg/Mittelfranken)
Die Initiative fördert Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten
Haushalten und unterstützt sie auf ihrem Bildungsweg durch Workshops und ein Online
Lern- und Nachhilfeprogramm. Studierende bieten hier ehrenamtlich Hilfe bei Fragen und
Problemen bei bestimmten Themen an. Zudem gibt es Beratung und Hilfe bei Bewerbungen
oder Studienplatzfinanzierung sowie ein mehrjähriges Mentoring Programm.

 

Mitmachchat Moritz (Regensburg/Oberpfalz)

Zweimal in der Woche laden seit Beginn der Corona-Maßnahmen eine Radiomoderatorin
und ein Musiker Stationen in Kinderkliniken und Behinderteneinrichtungen zu einem
Videochat ein, bei dem gesungen oder gespielt wird. Damit ermöglicht die Initiative es
Kindern und Jugendlichen, die aufgrund einer ansteckenden Krankheit oder eines
schwachen Immunsystems niemand besuchen darf oder weil sie Risikopatienten sind, per
Handy, Tablet oder Computer Kontakt zu Angehörigen und Freunden aufzunehmen und
gemeinsam mit ihnen etwas erleben. Ehrenamtliche bereiten die Beiträge für den Videochat
vor, wie Bewegungslieder, Improvisationen, Filme oder kreative Projekte und betreuen die
Umsetzung.

 

2. Preis (2x je 7.500 Euro):

– Gemeinsam analog und digital vernetzt (Haßfurt/ Unterfranken)
Ehrenamtliche des Mehrgenerationenhauses Haßfurt nehmen seit Beginn der Maßnahmen
gegen die Ausbreitung des Coronavirus durch Telefonate, Videoschalten oder Chats Kontakt
zu SeniorInnen und zu Familien auf, unterhalten sich und erfragen, ob die Menschen
Unterstützung beispielsweise bei Einkäufen benötigen und organisieren diese
Bürgerdienste. Mit persönlichen Briefbotschaften werden aufmunternde Worte, Rezepte,
Rätsel oder andere Beschäftigungsideen verschickt.

– Wir füreinander – die Nachbarschaftshilfe (Schrobenhausen/ Oberbayern)
Seit zehn Jahren ist die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe „Wir füreinander“ bereits aktiv,
nun ergänzt sie ihr Engagement durch eine Internetplattform, mit deren die Hilfe koordiniert
und zwischen Angebot und Nachfrage vermittelt wird. Bürgerinnen und Bürger helfen sich
hier gegenseitig unkompliziert in schwierigen Alltagssituationen. Zudem werden Lese- und
Lernpatenprojekte mit den Grundschulen organisiert und Vortragsabende gestaltet.

 

3. Preis (3x je 5.000 Euro):

– Fürth Wiki (Fürth/Unterfranken)
Die Initiative hat ein umfassendes Stadtlexikon für die Stadt Fürth aufgebaut. Dabei
verfassen die Ehrenamtlichen nicht nur die Artikel, sondern organisieren Treffen mit
Zeitzeugen, führen Interviews und organisieren Schülerprojekte. Auch die StadtWiki-Tage in
Fürth organisierte die Gruppe, ebenso einen FürthWiki-Tag im Stadtmuseum.

 

– Vorlesen daheim (München/Oberbayern)
Da die 300 Ehrenamtlichen der Lesefüchse e.V. aufgrund der Schulschließungen und
Kontaktbeschränkungen nicht mehr in Schulen und Bibliotheken vorlesen konnten, startete
der Verein ein Projekt zum digitalen Vorlesen. Die VorleserInnen nahmen Videos zuhause
auf, die auf die Homepage des Vereins hochgeladen wurden. So konnte jede Geschichte zu
jeder Zeit abgerufen werden. Allein bis Anfang April wurden die Videos mehr als 5000 Mal
aufgerufen.

– eigenleben.Club (München/Oberbayern)
Eigentlich hätte das „Café eigenleben“ als Treffpunkt der Generationen in der Maxvorstadt
eröffnen sollen – doch aufgrund der Corona-Maßnahmen zogen die Initiatoren mit der Idee
ins Internet um und gründeten einen virtuellen Treffpunkt zum Austausch der Generationen
in geschützter Umgebung. Ältere Menschen lernen dadurch, wie die Kommunikation über
die neuen Medien funktioniert – durch Workshops, Generationen-Tandems oder
Anleitungen, allesamt per Livestream oder Videokonferenz.

Auf Grund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie wird der Preis lediglich in
kleinem Rahmen am 29. Oktober im Maximilianeum überreicht.

Pressemitteilung / MF

Das könnte Dich auch interessieren

30.04.2026 Bernhardswald: Neue Johanniter-Kinderkrippe offiziell eröffnet Die Gemeinde Bernhardswald hat eine neue Kinderkrippe unter Trägerschaft der Johanniter eröffnet. Mit dem Neubau reagiert die Kommune auf die bislang beengte Situation: Zwei Krippengruppen waren zuvor in Containern untergebracht, eine weitere im benachbarten Kindergarten. Nun bietet das neue Gebäude moderne Räume für drei Krippengruppen mit jeweils zwölf Kindern – insgesamt also Platz für 36 30.04.2026 Oberpfalz: Robert Fuchs wird neuer Polizeipräsident Der Führungswechsel im Polizeipräsidium der Oberpfalz ist beschlossen: Zum 1. Juni übernimmt Robert Fuchs das Amt des Präsidenten. Er folgt auf Thomas Schöniger, der in den Ruhestand geht. Der Ministerrat traf die Entscheidung auf Vorschlag von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Ernennung durch den Ministerrat Mit dem Beschluss des Ministerrats steht fest: Der bisherige Vizepräsident rückt 29.04.2026 Regensburg: Universität tritt europäischem Netzwerk für nachhaltige Entwicklung bei Die Universität Regensburg (UR) ist seit dem Frühjahr 2026 Mitglied der COPERNICUS Alliance, einem europäischen Hochschulnetzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit dem Beitritt will die UR ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter stärken, sichtbarer machen und gezielt ausbauen. Internationale Hochschulnetzwerke gelten dabei als Orte des gegenseitigen Lernens und der gemeinsamen Weiterentwicklung. Strategisches Signal für Nachhaltigkeit in Regensburg 29.04.2026 Oberpfalz: Polizeipräsidium warnt vor neuer Betrugsmasche „Russische Callcenter“ Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vor einer neuen Variante des Callcenter-Betrugs. Bei der Masche „Russische Callcenter“ sprechen die Täter gezielt russischsprachige Bürger auf Russisch an. Mit der vertrauten Sprache erschleichen sie sich Vertrauen und drängen ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Unter Vortäuschen der klassischen „Unfalllegende“ treten die Täter laut Polizei überwiegend als falsche