Mi., 11.06.2014 , 17:13 Uhr

Steinerne Brücke: Dritter Bauabschnitt verzögert sich

Während an anderer Stelle auf der Steinernen Brücke bereits seit Wochen wieder gearbeitet wird, ist es unter der Einhausung über den Bögen 3, 4 und 5 bislang noch ruhig. Die Natursteininstandsetzung, die hier Mitte Mai hätte beginnen sollen, verzögert sich aufgrund von vergaberechtlichen Problemen.

Wie bei Projekten dieser Größenordnung vorgeschrieben, waren die Natursteinarbeiten des dritten und vierten Bauabschnitts europaweit ausgeschrieben worden. „Welche Firma den Auftrag bekommt, hängt dabei sowohl vom Angebotspreis ab, als auch davon, ob sie bestimmte Qualitätskriterien gewährleisten kann“, erklärt Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann. Die beiden Firmen, die demnach für den Auftrag in Frage gekommen wären, haben wechselseitig Rügen gegen die Vergabeentscheidung der Stadt Regensburg eingelegt. Die Vergabekammer Nordbayern in Ansbach muss nun klären, wie die Qualitätskriterien bewertet werden und welche Firma demnach den Auftrag bekommt. Die Entscheidung fällt voraussichtlich Mitte Juli. „Frühestens dann können wir mit den Natursteinarbeiten im dritten Bauabschnitt beginnen – vorausgesetzt gegen die Entscheidung der Vergabekammer wird keine Klage eingereicht“, so Schimpfermann. Mit einem Baubeginn Mitte Juli sei der Termin für die Gesamtfertigstellung der Steinernen Brücke 2017 nicht gefährdet. „Wenn der Baubeginn erst später erfolgen kann, werden wir den Bauablauf überarbeiten und, falls nötig, den Zeitplan anpassen.“

Die derzeit laufenden Arbeiten in den anderen Bauabschnitten sind von der Verzögerung nicht betroffen:
Im ersten Bauabschnitt – der Sanierung der Bögen auf der Stadtamhofer Seite – wird seit dem Frühjahr die Natursteininstandsetzung fortgesetzt. Die Arbeiten an diesem Teil der Brücke werden voraussichtlich bis Jahresende 2014 abgeschlossen sein. Auf der Stadtseite werden indessen auf den bereits sanierten Bögen eins und zwei die Brüstungen versetzt und im Anschluss daran der neue Fahrbahnbelag verlegt. Auch die Vorbereitungen für die Sanierung des Bruckmandls gehen weiter: Voraussichtlich im Juni wird die Figur abgebaut und in eine Werkstatt gebracht.

 

pm

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