Do., 22.01.2026 , 12:50 Uhr

Stamsried: Betrüger beißen sich an Senioren die Zähne aus

Im Raum Stamsried haben Trickbetrüger am Mittwoch gleich mehrfach versucht, mit sogenannten Schockanrufen ältere Menschen zu täuschen.

Am Mittwoch, 21. Januar 2026, kam es im Gemeindegebiet Stamsried innerhalb kurzer Zeit zu mehreren versuchten Trickbetrügen durch sogenannte Schockanrufe. In allen Fällen gaben sich unbekannte Täter am Telefon als Polizeibeamte aus und versuchten, vor allem ältere Menschen mit erfundenen Unfall- oder Bedrohungsgeschichten zu verunsichern. Nach aktuellem Ermittlungsstand kam es zu keinem Vermögensschaden.

Fall 1: Anruf mit erfundener Todesmeldung

Ein 84-jähriger Mann aus Stamsried erhielt gegen 12:17 Uhr einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Der männliche Anrufer gab sich als Polizist aus Regensburg aus und behauptete, die Tochter des Mannes sei bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Als der Senior verlangte, mit seiner Tochter zu sprechen, beendete der Anrufer das Gespräch.

Fall 2: Weinerliche Stimme am Telefon

Gegen 12:00 Uhr wurde eine 83-jährige Frau über ihren Festnetzanschluss angerufen. Auch hier gab sich ein Mann als Polizeibeamter aus Regensburg aus und erklärte, die Tochter der Angerufenen habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht.
Im Hintergrund war eine zweite Person zu hören, die weinerlich sprach. Später wurde der Frau mitgeteilt, eine festgenommene Person wolle bei ihr einbrechen. Die Seniorin legte selbst auf – und verhinderte so weiteren Schaden.

Fall 3: Schwiegertochter reagiert richtig

Um 12:23 Uhr nahm die 57-jährige Schwiegertochter eines 87-jährigen Mannes aus Stamsried den Anruf entgegen. Der Täter stellte sich als Mitarbeiter der „Polizei Verkehrsabteilung“ vor und behauptete, die Enkelin des Seniors habe einen Unfall gehabt.
Als die Angerufene erklärte, ihr Ehemann sei selbst Polizeibeamter, beendete der Betrüger sofort das Gespräch.

Fall 4: Falscher Polizist fordert Handynummer

Ebenfalls gegen 12:00 Uhr erhielt ein 79-jähriger Mann aus Stamsried einen Anruf. Der angebliche Polizist aus Regensburg behauptete, der Sohn des Mannes habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht.
Als der Senior seine Handynummer nicht herausgab, legte der Täter auf. Auch hier blieb es bei einem Versuch.

Polizei rät zur Vorsicht

Die Polizei warnt erneut vor Schockanrufen und dem Auftreten falscher Polizeibeamter. In allen Fällen gilt: Auflegen, keine Daten weitergeben, und sofort die echte Polizei unter 110 informieren.

PI Roding / FC

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