Mo., 07.03.2022 , 11:19 Uhr

Stadtwerke Kelheim informieren zu Auswirkungen des Krieges auf Energiewirtschaft

Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Auswirkungen verunsichert die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem in Bezug auf die Energiewirtschaft. Diese Sorge lässt bereits jetzt die Preise für Erdöl, Erdgas und Steinkohle deutlich ansteigen. Die Stadtwerke Kelheim informieren zur aktuellen Lage.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind verunsichert, welche Auswirkungen eine Reduzierung oder sogar Einstellung der Erdgaslieferungen von Russland nach Deutschland hätte.

Bisher fließt weiterhin Erdgas aus Russland nach Europa. Selbst bei einem kompletten Lieferstopp Russlands käme Deutschland, gemäß der aktuellen Einschätzung der Bundesregierung, mit den derzeitigen Speichermengen über den Rest der jetzigen Heizperiode zurecht. Auch das vorläufige Aus von Nord Stream 2 hat keine Auswirkungen auf die Erdgasmenge in Deutschland, da bisher noch kein einziger Kubikmeter Erdgas durch die Pipeline nach Deutschland geliefert wurde. Daher fällt durch den Stopp des Zertifizierungsverfahren auch keine Gasmenge aus.

 

Das Wirtschaftsministerium teilte zudem kürzlich mit, dass der Bund 1,5 Milliarden Euro für den zusätzlichen Kauf von Flüssigerdgas (LNG) bereitstellt, um so die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter zu gewährleisten.

Wie auch viele ihrer Partnerunternehmen beobachten die Stadtwerke Kelheim die Entwicklungen sehr genau.

 

Sabine Melbig, Geschäftsführerin der Stadtwerke, kann die Bestandskunden beruhigen:

„Wir haben die vertraglich vereinbarten Energiemengen für unsere Kundinnen und Kunden bereits im Vorfeld beschafft und sogar noch Mengen hinzugekauft. Eine aktuelle Preiserhöhung müssen unsere Kunden daher nicht befürchten“.

 

Diese Beschaffungsstrategie ermöglicht es dem regionalen Energieversorger langfristig zu planen und macht den Unterschied zu vielen Discount-Anbietern. Deren kurzfristige Beschaffung hatte beim Anstieg der Erdgas- und Strompreise Ende letzten Jahres dazu geführt, dass sie die Versorgung vieler Kunden einstellen mussten.

Sabine Melbig gibt jedoch auch zu bedenken, dass zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewertet werden kann, welche mittel- und langfristigen Auswirkungen der aktuelle Konflikt in der Ukraine und Russland auf die Energiewirtschaft haben wird.

 

Stadtwerke Kelheim GmbH / MB

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