Fr., 28.10.2022 , 16:58 Uhr

Stadtwerk und REWAG nehmen Auswirkungen der Energiekrise in Blick

Gemeinsam und solidarisch durch die Krise“: Die Mitbestimmung und Geschäftsführung des Stadtwerks bzw. der Vorstand der REWAG haben die Auswirkungen der Energiekrise in den Blick genommen.

Pressemitteilung von ver.di Oberpfalz

Rund 40 Betriebsräte aus dem Unternehmensverbund von das Stadtwerk.Regensburg und REWAG trafen sich mit der Geschäftsführung von das Stadtwerk.Regensburg, Herrn Manfred Koller, und dem Vorstand der REWAG, Herrn Bernhard Büllmann, um sich über die Auswirkungen der aktuellen Energiekrise auf Kunden und Beschäftigte auszutauschen.

„Die Energiebeschaffung ist aktuell für die REWAG eine große Herausforderung. Es gilt unsere Lieferverpflichtungen gegenüber den Kunden zu erfüllen, wofür wir mittlerweile hohe marktgetriebene Beschaffungskosten sowohl für Strom und Gas aufwenden müssen. Diese nie dagewesenen Preisspitzen konnten in den bisherigen Preisen noch nicht entsprechend Berücksichtigung finden“,

erläutert Bernhard Büllmann (REWAG).

Dies führe dazu, dass bundesweit Stadtwerke aufgrund der exorbitanten Beschaffungskosten mittlerweile drohen in Schieflage zu kommen, mit erheblichen Auswirkungen auf die Energieversorgung sowie auf die Beschäftigten der jeweiligen Unternehmen.

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, in diesen schwierigen Zeiten die Energiewende zu erneuerbaren Energien weiterhin voranzutreiben. Dies sichert uns langfristig Versorgungssicherheit und lässt uns das Ziel der Klimaneutralität, durch z.B. eine zunehmende Elektrifizierung unserer Busflotte, erreichen. Gleichzeitig müssen wir uns aber angesichts der Energiekrise in diesem Winter auf Angebotseinschränkungen, beispielsweise im Bereich der Bäder oder auch der Veranstaltungsarenen, einstellen. Selbstverständlich stemmen wir uns im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gegen die Krise. Jedoch müssen wir die weitere Entwicklung im Blick erhalten“,

berichtet Manfred Koller, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Regensburg.

Stellvertretend für die Betriebsräte schilderten Thomas Kleinert (Konzernbetriebsratsvorsitzender von das.Stadtwerk Regensburg) und Reinhard Brandl (Betriebsratsvorsitzender der REWAG) die aktuellen Herausforderungen aus Sicht der Beschäftigten im aktuellen Wettbewerbsumfeld und angesichts der aktuellen Energiekrise.

Die Themen demografischer Wandel bei den Stadtwerken, Personalentwicklungsstrategie und –planung wurden in der Tagung ebenso in den Blick genommen, wie die Auswirkungen des aktuellen Fachkräftemangels. Es gelte, die durchaus attraktiven Arbeitsbedingungen bei das.Stadtwerk Regensburg und REWAG ebenso in der Öffentlichkeit deutlich zu machen, wie die ausgesprochen guten Ausbildungsbedingungen. Die Übernahme der Auszubildenden liege den Betriebsparteien sehr am Herzen, weshalb in den letzten Jahren gelungen sei, die weit überwiegende Zahl der Auszubildenden nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss zu übernehmen.

Alexander Gröbner, Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz, erläuterte im Rahmen der Diskussion die ausgesprochen schwierigen Rahmenbedingungen in Zeiten weitestgehend energiegetriebener Inflation und Energiekrise auf Beschäftigte sowie Bürgerinnen und Bürger auch in der Region, wobei ver.di gemeinsam mit dem DGB weitere deutliche Entlastungen u. a. für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fordere.

Hierzu mobilisiere der DGB Oberpfalz und seine Mitgliedsgewerkschaften für den 29. Oktober 2022 um 11:30 Uhr nach Regensburg.

„Unsere Kernaufgabe als Gewerkschaft ver.di steht natürlich auch in der Einkommenssicherung der Beschäftigten in der bevorstehenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst. Hierfür bereiten wir uns schon heute vor!“

Die Themenvielfalt mache deutlich, dass einerseits mit einer ausgeprägten Sozialpartnerschaft der Betriebsparteien begleitet von ver.di betriebliche Herausforderungen gemeistert werden müssen, jedoch auch gegenüber Politik und Öffentlichkeit vernünftige Rahmenbedingungen für öffentliche Unternehmen eingefordert werden müssten. Das gemeinsame Motto laute „gemeinsam und solidarisch durch die Krise“.

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