Mo., 12.11.2018 , 12:23 Uhr

Stadt und Landkreis Regensburg wollen Hebammenversorgung verbessern

Stadt und Landkreis Regensburg bewerben sich gemeinsam für das Förderprogramm zur „Stärkung und Sicherung der geburtshilflichen Hebammenversorgung“. In enger Abstimmung mit dem Bayerischen Hebammen Landesverband e.V. und der Kreisgruppe Regensburg haben Stadt und Landkreis Regensburg ein Konzept zur Verbesserung der Hebammenversorgung erarbeitet. Der Ausschuss für Soziales und allgemeine Stiftungsangelegenheiten der Stadt Regensburg und der Kreisausschuss des Landkreises Regensburg haben sich für eine Bewerbung um die Fördermittel ausgesprochen, um das vorgelegte Konzept umzusetzen. Das Pilotprojekt soll vorerst auf den Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2021 begrenzt werden, um dann nach einer Evaluierung über die weitere Vorgehensweise entscheiden zu können. 

Laut dem Gesundheitsbericht der Regierung der Oberpfalz für das Jahr 2017, betrug die Anzahl der Hebammen und Entbindungspfleger in der Oberpfalz 83 je 100.000 Einwohnerinnen zwischen 15 und 44 Jahren. Mit diesem Wert, der als Gradmesser der geburtshilflichen Versorgung im ambulanten Bereich gilt, liegt die Oberpfalz im Vergleich aller bayerischen Regierungsbezirke an letzter Stelle! Daraus ergibt sich ein Handlungsbedarf, dem über die vom Bayerischen Sozialministerium im September dieses Jahres in Kraft gesetzte „Richtlinie zur Förderung der Geburtshilfe in Bayern (GebHilfR)“ und der dort vorgesehenen regionalen Förderung der Hebammen Rechnung getragen werden kann.

Nach dieser Richtlinie sind Kooperationen zwischen Landkreisen und kreisfreien Städten bei der Konzeption und der Durchführung der Maßnahmen ausdrücklich erwünscht. Dies gilt insbesondere dann, wenn – wie im Fall der Region Regensburg – ein benachbarter Landkreis nicht über eine Geburtshilfestation verfügt und daher ein erheblicher Teil der im Landkreis gemeldeten Neugeborenen in Kliniken geboren wird, die ihren Sitz auf dem Gebiet der Stadt Regensburg haben.

Im Jahr 2017 lag die Geburtenzahl in Regensburger Kliniken bei 4.626 Geburten. Davon waren etwa 1.500 Geburten mit Wohnsitz in der Stadt Regensburg, etwa 1.700 Geburten mit Wohnsitz im Landkreis Regensburg sowie 1.400 Geburten mit Wohnsitz in anderen Landkreisen zuzuordnen.

Projektziele: 

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt mit Hilfe der bewilligten Fördermittel durch den Landkreis Regensburg, da dort das Gesundheitsamt des Landkreises und der Stadt Regensburg angesiedelt ist und das Pilotprojekt daher auch dort verankert sein soll.

Finanzierung:
Ausgehend von der Geburtenzahl vom Jahr 2017 mit 4.626 Geburten, multipliziert um den Förderfaktor 40, ergibt sich auf der Grundlage der GebHilfR ein maximaler Förderbetrag von 185.040 Euro für das Jahr 2019, um die geburtshilfliche Versorgung für Stadt und Landkreis Regensburg zu stärken. Für die Folgejahre ist der Betrag entsprechend der tatsächlichen Geburten anzupassen. Die Stadt Regensburg und der Landkreis Regensburg bringen gemeinsam die erforderlichen Eigenmittel in Höhe von 10 Prozent sowie die nicht zuwendungsfähigen Kosten des Arbeitsplatzes für die Koordinierungsstelle ein.

 

Pressemitteilung Landkreis Regensburg

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