Mo., 30.03.2020 , 18:45 Uhr

Stadt und Landkreis Regensburg erhalten eine zentrale Ambulanz mit Coronavirus-Testzentrum

Das Jahnstadion fungiert als Anlaufstelle für die Region Regensburg – das hat die Stadt heute bekannt gegeben. Allerdings kann nicht jeder einfach zu einem Corona-Screening kommen, Voraussetzung ist laut Stadt, dass man vorher mit dem Hausarzt oder dem Notdienst Kontakt aufnimmt.

 

Die Mitteilung der Stadt

Patientinnen und Patienten, die nach einer vorherigen telefonische Beratung einer Hausärztin oder eines Hausarztes ein Covid-19-Screening machen müssen, haben im Laufe dieser Woche (KW 14) die Möglichkeit, dieses in einer zentralen Ambulanz der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Jahnstadion Regensburg (Franz-Josef-Strauß-Allee 22) vornehmen zu lassen.

Zwingende Voraussetzung

Zwingende Voraussetzung für das Screening ist ein Zugangscode, der entweder über die Hausärzte der Region Regensburg, über den kassenärztlichen Notdienst (Rufnummer 116 117) oder vom Gesundheitsamt Regensburg vergeben wird. Dieser mehrstellige Zahlencode wird den Patientinnen und Patienten bei der telefonischen Beratung mitgeteilt.

Damit wollen sich die Stadt und der Landkreis Regensburg auf die steigenden Herausforderungen der Pandemie aufgrund des Coronavirus´ in den nächsten Wochen rüsten.

Das Testzentrum soll eine zentrale Anlaufstelle für an Coronavirus Erkrankte und Menschen mit Erkältungs- oder Fieber-Symptomen bieten. Als erstes muss jedoch immer der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden: Er kann oft in Kenntnis des Erkrankten und der Krankheitsvorgeschichte eine wertvolle Hilfestellung geben, sodass viele Probleme bereits im Vorfeld geklärt werden können und eine Überlastung der Einrichtung vermieden wird.

Öffnungszeiten und Zugangsvoraussetzungen

Im Laufe dieser Woche wird die Ambulanz von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr bis auf Weiteres geöffnet sein.

Auf das Gelände des Jahnstadions haben jedoch ausschließlich die Menschen Zutritt, die einen Code mit einer genauen Termin- und Zeitangabe vorweisen können. Zudem müssen sich die Patienten ausweisen können, ihre Versicherungskarte und –   wenn vorhanden – einen Medikamentenplan mitbringen.

Das Personal für die zentrale Ambulanz wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern/Bezirksstelle Oberpfalz gestellt. Unterstützt wird die Ambulanz vom Bayerischen Roten Kreuz.

Entlastung der Krankenhäuser und Praxen

Diese Entscheidung wurde in der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) der Stadt Regensburg unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gemeinsam mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und der örtlichen Krankenhäuser am Samstag, 28. März 2020, getroffen. Die zentrale Ambulanz soll sowohl eine Ergänzung zum Testzentrum am Universitätsklinikum Regensburg sein als auch die Notaufnahmen der lokalen Krankenhäuser, den Ärztlichen Kreisverband und die Praxen der Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner entlasten.

Die Größe des Areals und des Veranstaltungszentrums im Fußballstadion machen es möglich, die Menschen optimal zu trennen, um die Registrierung und Untersuchung im Hinblick auf den Infektionsschutz durchzuführen.

„Wir danken Dr. Markus Zimmermann als medizinischen Leiter der FüGK, Dr. Stefan Semmler, Versorgungsarzt für die Stadt Regensburg, Dr. Heribert Szika, Versorgungsarzt für den Landkreis Regensburg, Dr. Frank Vescia, den Vorstandsbeauftragten der KVB für die Oberpfalz und Geschäftsführer Manfred Koller von den Stadtwerken für die kooperative und höchst professionelle Zusammenarbeit. Wir sind erleichtert darüber, dass dieses Zentrum im Jahnstadion verwirklicht werden kann. Damit wird den Menschen in der Region eine Anlaufstelle angeboten, die schnelle Beratung und Hilfe bietet“, betonen Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Landrätin Tanja Schweiger. Beide sind sich einige, dass es gerade in diesen schweren Zeiten wichtig sei,  als Region eng zusammenzustehen, um den Menschen schnell zu helfen und die Verbreitung des Coronavirus´ so gut wie möglich einzudämmen.

Mitteilung Stadt Regensburg

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