Fr., 01.08.2014 , 11:39 Uhr

St. Josef als erstes AltersTraumaZentrum zertifiziert

Die Diagnose Oberhalsschenkelbruch wirft besonders für ältere Patienten und ihre Angehörigen oft viele Fragen auf: Werde ich wieder mobil? Kann ich in meine gewohnte Umgebung zurückkehren? Welche Folgen wird dieser Bruch für mein zukünftiges Leben haben? Das Team um Professor Dr. Michael Nerlich, Chefarzt der Klinik für Unfallmedizin am Regensburger Caritas-Krankenhaus St. Josef, hat die Kompetenz und die richtigen Antworten. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) hat das Krankenhaus nun bundesweit als erstes AltersTraumaZentrum DGU® zertifiziert.

„Unsere Klinik hält mit der Behandlungseinheit CURA (Caritas Unfallmedizin Regensburg Alterstraumatologie) einen Versorgungsschwerpunkt speziell für ältere Unfallverletzte bereit“, sagte Professor Nerlich. Die Station richte sich speziell nach den Bedürfnissen älterer Patienten mit Knochenbrüchen oder anderen Verletzungen. Sie ist deshalb auch besonders ausgestattet. Durch schnelle und gezielte Mobilisation nach der Operation werde der Patient sofort in die Klinikgemeinschaft integriert. Gemeinsame Aktivitäten und Mahlzeiten, dazu ein abwechslungsreiches Programm aktivieren und beschäftigen die älteren Patienten den ganzen Tag. Am Abend sind sie dann meist so müde, dass auf Schlaf- oder Beruhigungsmittel verzichtet werden kann. Ein Team aus Unfallchirurgen, Altersmedizinern, Pflegekräften und Rehabilitationsspezialisten arbeitet Hand in Hand, um die Patienten möglichst schnell wieder zurück in die vertraute Umgebung zu bringen. „Unsere Behandlung zielt auf den ganzen Menschen, es geht darum, ihn so schnell wie möglich nach der Operation wieder zu mobilisieren“, erläutert Professor Nerlich.

„Der demografische Wandel erfordert ein Umdenken in der medizinischen Akutversorgung geriatrischer Patienten. Daher stellt das Zertifizierungsverfahren AltersTraumaZentrum DGU® die medizinischen und sozialen Bedürfnisse unserer älteren Verletzten in den Vordergrund“, sagt DGU-Präsident Professor Bertil Bouillon. Das Zertifizierungsverfahren bescheinigt dem Krankenhaus, dass die interdisziplinären Behandlungsteams optimal zusammenarbeiten. Die Behandlungsabläufe greifen bestens und sicher ineinander, immer im Hinblick auf den zu versorgenden Patienten. Für die Patienten bedeutet dies eine individuell angepasste, strukturierte rehabilitative medizinische Betreuung.

Gefeiert wurde die Zertifikatsübergabe mit einem feierlichen Festakt, dem neben Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz auch Regensburgs Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Altbürgermeisterin Hildegard Anke beiwohnten.

pm

Das könnte Dich auch interessieren

23.10.2026 Komödie mit Slapstick-Feuerwerk im Antoniushaus Das Theater im Theater begleitet eine Amateurtheatergruppe bei der wunderbar schräg verpatzen Premiere des englischen Kriminalstücks „Mord auf Schloss Haversham“ – und mitten hinein ins Chaos. In diesem vor britischem Humor strotzenden Slapstick-Feuerwerk sind Requisiten nie da, wo sie sein sollen, lassen sich Türen nicht öffnen und sind Texthänger, falsche Auftritte und verpasste Abtritte vorprogrammiert. 23.10.2026 Linus Brandl per Förderlizenz zu den Eisbären Regensburg Der 21-jährige Center steht bei den Straubing Tigers in der PENNY DEL unter Vertrag und bringt auch Erfahrung aus der DEL2 mit. Für den EV Landshut absolvierte Brandl in den vergangenen Spielzeiten insgesamt 78 Hauptrundenpartien in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Auch international sammelte der Rechtsschütze bereits Erfahrung im Trikot der deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften. In der laufenden Saison 23.10.2026 Landkreis Regensburg: Schülerzahlen an weiterführenden Schulen steigen weiter Zum Stichtag 1. Oktober 2026 wurden an den drei Realschulen und den beiden Gymnasien insgesamt 4.847 Schülerinnen und Schüler gezählt. Das sind 156 mehr als im Schuljahr 2025/26, ein Anstieg um 3,3 Prozent. Gegenüber 2024/25 ist die Gesamtzahl um 369 Schülerinnen und Schüler beziehungsweise 8,2 Prozent gestiegen. Der Zuwachs zeigt sich an jeder der fünf 23.10.2026 Regenstauf: Vom regionalen Unternehmen an die Börse – Innok Robotics will international wachsen Das Roboter-Unternehmen Innok Robotics aus Regenstauf im Landkreis Regensburg steht vor einem wichtigen Schritt: Die Firma soll künftig unter dem Namen Innok Robotics Group AG an der Börse vertreten sein. Die Aktionäre der bereits börsennotierten Yggdrasil SPAC 1 AG haben am 21. Oktober 2026 den notwendigen Beschlüssen zugestimmt. Das Unternehmen will dadurch zusätzliches Kapital für