So., 12.11.2017 , 12:37 Uhr

SPD-Umweltschützer hakt im Fall der getöteten Luchse nach

SPD-Mitglied des Bayerischen Landtags Florian von Brunn möchte den Fall nicht unter den Tisch fallen lassen.

 

 

Ein Jahr nach einer polizeilichen Durchsuchungsaktion bei einem mutmaßlichen Luchs-Wilderer im Bayerischen Wald verlangt der SPD-Abgeordnete Florian von Brunn Aufklärung über den Stand des Verfahrens. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren, wie die Ermittlungen ausgegangen sind. Es darf hier nichts vertuscht oder auf dem ‚kleinen Dienstweg‘ abgehandelt werden. Schließlich ist Wilderei von streng geschützten Tieren eine schwere Straftat.“

Laut Presseberichten hatten Polizei und Staatsanwaltschaft Ende 2016 bei dem Mann zwei abgeschnittene Luchsohren, mehrere Krallen und ein illegales Nachtsichtzielgerät gefunden. Per DNA-Vergleich sollte geprüft werden, ob die Trophäen von den 2015 erschossen aufgefundenen Luchsen „Leo“ und „Leonie“ stammten.

Seitdem einem Jahr ist nichts mehr zu dem Fall an die Öffentlichkeit gelangt. Der SPD-Umweltpolitiker von Brunn will aber unbedingt verhindern, dass der Fall versandet und stellt deshalb nun eine offizielle parlamentarische Anfrage: „Solche perversen Wilderer versündigen sich an unserer bayerischen Natur und sind schlichtweg feige Straftäter. Sie müssen die volle Härte der Gesetze zu spüren bekommen. Nur so können wir eine abschreckende Wirkung erzielen.“

Von den Kadavern des Luchspärchen „Leo“ und „Leonie“ hatte der Täter die Vorderläufe abgetrennt und sie nahe einem Wohnhaus von bekannten Luchs-Schützern abgelegt. Luchse sind streng geschützt. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht für die Tötung der Tiere bis zu fünf Jahre Gefängnis vor.

Von Brunn schließt in seine Anfrage auch den aktuellen Fall eines im Berchtesgadener Land gefundenen weiteren toten Luchses mit ein. Auch hier kündigt der SPD-Abgeordnete an, nicht locker zu lassen, bis die Öffentlichkeit über alle Details informiert ist.

 

Unser Bericht von damals:

 

PM/EK

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