Do., 28.02.2019 , 14:59 Uhr

Sondersendung: Neue Jüdische Synagoge in Regensburg eröffnet

Die Neue Jüdische Synagoge ist am vergangenen Mittwoch (27.02.19) in Regensburg feierlich eingeweiht worden. Die jüdische Gemeinde gibt es in Regensburg seit dem 10. Jahrhundert. Sie ist historisch eine der ältesten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden im deutschsprachigen Raum.

Bei uns im Programm gibt es deshalb am Sonntag, den 03. März ab 18:15 Uhr eine Sondersendung zur Neuen Jüdischen Synagoge! 

Sondersendung: Neue Jüdische Synagoge in Regensburg

Die jüdische Gemeinde ist durch den Zuzug in den letzten 20 Jahren sehr stark angewachsen. Inzwischen sind es über 1000 Mitglieder. Um jüdisches Leben in der Stadt Regensburg für die Zukunft zu festigen, benötigte die Gemeinde Räumlichkeiten, welche für diese Mitgliederzahl ausreichend sind. Zu diesem Zweck ist auch der Förderverein Neue Regensburger Synagoge gegründet worden.

Im Frühjahr 2015 hatte die jüdische Gemeinde einen Architekturwettbewerb für ein neues Gemeindezentrum mit Synagoge ins Leben gerufen. Diesen hat das Büro Volker Staab aus Berlin in Regensburg gewonnen. Es ist ein moderner Entwurf, welcher sich hervorragend in das historische Regensburger Kulturerbe einfügt. Im neuen Gebäude mit Natursteinfassade ist im Erdgeschoss ein Versammlungsraum. Im ersten Stock ist die Synagoge.

 

Einweihung der Jüdischen Synagoge und Presserundgang:

Regensburg: Synagoge eröffnet
Presserundgang: Neue Jüdische Synagoge in Regensburg

Geschichte der Juden in Regensburg:

Bereits 1230 hatte die Gemeinde eine Synagoge mit 300 Sitzplätzen, eine Talmudhochschule, eine Schule, ein rabbinisches Gericht sowie Gemeindehaus, Hospital, Ritualbad und Friedhof. Am 12. Januar 1519 zerstörten die Regensburger jedoch die damalige Synagoge am Neupfarrplatz und vertrieben die Juden aus Regensburg.

Am 29. August 1912 wurde in der Schäffnerstraße 2 (heute Am Brixener Hof 2) eine neue Synagoge eingeweiht, mit 290 Plätzen für Männer und 180 für Frauen. Daneben entstanden ein Gemeindehaus mit Betsaal, eine jüdische Volkshochschule, ein Sitzungssaal, eine Wohnung für Kantor, Kultusdiener und Hausmeister sowie ein Ritualbad.

In der sogenannten „Reichskristallnacht“ vom 9. auf den 10. November 1938 wurde diese Synagoge abgebrannt, die jüdische Bevölkerung musste den Schutt selbst beseitigen. Die Juden wurden auf die Straße getrieben, jüdische Geschäfte von SS, SA und NSKK demoliert und geplündert. Sie wurden auf den Polizeirevieren am Jakobstor und am Minoritenweg gefangen gehalten und am 10. November beim „Schandmarsch“ durch die Stadt getrieben. Für viele von ihnen endete der Weg in der Gaskammer eines Konzentrationslagers. Eine Entschädigung für die Zerstörung der Synagoge erhielt die Jüdische Gemeinde nicht.

 

Unsere Berichterstattung über den Bau der Synagoge: 

Neue Jüdische Synagoge erhält Bundespreis
Regensburg: Spende für neue Synagoge
50.000 Euro für neue Regenburger Synagoge
Neue Synagoge Regensburg: Mehrkosten von 500.000 Euro
Meilenstein: Neue Synagoge feiert Richtfest
Grundsteinlegung für die Jüdische Synagoge Regensburg

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