Di., 27.10.2020 , 14:07 Uhr

Söder stellt weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie vor

Nach den Beratungen des Bayerischen Kabinetts hat Markus Söder heute zusammen mit Gesundheitsministerin Melanie Huml, Kultusminister Michael Piazolo und Wissenschaftsminister Bernd Sibler die weiteren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vorgestellt.

Schulen und Kitas werden notfalls als letztes geschlossen

Die Staatsregierung hat zugesichert, Schulen und Kitas auch bei steigenden Corona-Zahlen so lange wie möglich offen zu halten. Diese sollten offen bleiben, „so lange es nur irgendwie geht“, betonte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Sollten Einschränkungen nötig werden, sollten insbesondere Schulen als letzte schließen und nach einem möglichen Lockdown auch als erste wieder aufmachen, betonte er.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sagte, auch der Wechsel von Präsenz- auf Wechselunterricht bei einem Wert von 50 neuen Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen sei kein Automatismus.

„Es sind jeweils Entscheidungen vor Ort, die sich nach den Bedingungen des Landkreises auch ausrichten.“ Michael Piazolo, FW, Kultusminister

Corona-Impfkonzept vorgestellt

Zu den Inhalten des Impf-Konzepts gehören die Verteilung des Impfstoffs und die Logistik für das Impfen. Das Konzept legt zudem fest, welche Personengruppen sich vorrangig impfen lassen können. Hintergrund ist, dass der Impfstoff voraussichtlich nicht sofort flächendeckend für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen wird. Deshalb ist eine Priorisierung des Angebots in der Anfangsphase notwendig.

Vorgesehen ist auf freiwilliger Basis zunächst eine Impfung für:

Für die gezielte Impfung in der Anfangsphase plant die Bayerische Staatsregierung Impfzentren analog zu den lokalen Testzentren. Aufbau und Betrieb wird durch die Kreisverwaltungsbehörden erfolgen.
Zusätzlich sind in allen Landkreisen und kreisfreien Städten mehrere mobile Impfteams geplant, die zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen und bei eingeschränkt mobilen vulnerablen Gruppen zum Einsatz
kommen sollen. Nach einer ersten Abfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) haben sich bislang bereits 1.851 Vertragsärztinnen und -ärzte bereiterklärt, sich bei der Durchführung von Impfungen in Impfzentren und mobilen Impfteams zu beteiligen. Geplant ist überdies ein bundes- und gegebenenfalls bayernweites Impfquoten-Monitoring.

Für die Umsetzung des Impfkonzepts stellt die Staatsregierung für Sofortmaßnahmen zunächst rund 100 Mio. Euro zur Verfügung.

370 Millionen Euro für Kulturbranche

Die Bayerische Staatsregierung wird weitere Unterstützungsmaßnahmen in Form eines Kulturstabilisierungsprogramms 2020/21 zur Verfügung stellen, um die lebendige Kulturlandschaft in Bayern zu erhalten. Das Programm besteht aus diesen Komponenten:

Söder: Bund und Länder müssen sich im Anti-Corona-Kampf nun bewähren 

Markus Söder fordert zudem ein schnelles und konsequentes Gegensteuern von Bund und Ländern angesichts der gestiegenen Infektionszahlen. Mit Blick auf die neuerlichen Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch sagte Söder am Dienstag in München: „Wir müssen uns morgen bewähren.“ Dies sei nicht die letzte Chance, aber eine weitere ganz entscheidende Etappe.

Welche konkreten Gegenmaßnahmen er fordert, ließ Söder zunächst offen.

„Lieber gleich und richtig als spät und halbherzig, und lieber mit einer wirksamen Therapie als mit reinen Placebos.“ Markus Söder, CSU, Bayerischer Ministerpräsident

Es gebe nicht mehr viele Möglichkeiten, Dinge einheitlich national zu steuern. Und es reiche nicht aus, etwas zu beschließen, was in zwei Wochen schon wieder überholt sei, mahnte Söder.

Unsere Berichterstattung

dpa / pm / LS

 

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