Do., 26.08.2021 , 11:21 Uhr

Neue Corona-Verordnung

Söder: FFP2-Maskenpflicht soll fallen und Krankenhausampel statt Inzidenz

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat für die kommende Woche eine Corona-Verordnung unabhängig von der Inzidenz angekündigt. Zudem soll die FFP-2-Maskenpflicht in Bayern fallen.

«Wir werden eine einfachere und verständlichere Verordnung auf den Weg geben», sagte der CSU-Chef am Donnerstag in München. Er betonte, Basis bleibe das seit dieser Woche geltende 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zudem werde es Warnstufen geben, die die Krankenhausbelastung berücksichtigen. Je nach Auslastung der Kliniken und der Zahl der Corona-Erkrankungen mit Langzeitfolgen werde es eine gelbe und rote Warnstufe geben, bei der es dann strengere Auflagen gelten würden, sagte Söder. Für die rote Warnstufe sei die Belegung der Intensivbetten relevant. «Wenn in den Krankenhäusern etwas ankommt, dann müssen wir reagieren.»

 

Medizinische Masken statt FFP2-Masken

Darüber hinaus, erklärte Söder, werde in Bayern die Pflicht zum Tragen von FFP-2-Masken fallen, künftig würden sogenannte medizinische Masken gleichgestellt. Die Maskenpflicht werde zudem bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ebenso wegfallen wie die unterschiedlichen Vorgaben für Sitz- und Stehplätze. Im Innenbereichen gelte die Maskenpflicht aber weiterhin auch am Sitzplatz, sofern nicht genügend Sicherheitsabstand möglich sei. Wenn der Schulstart im September gut funktioniere, seien ab Oktober auch Lockerungen bei Diskotheken und Clubs möglich. Söder betonte aber, dass hier dann besondere Auflagen zum Tragen kämen wie die Pflicht zur Vorlage eines PCR-Tests.

Die Vereinfachung der Regeln werde sich durch alle Bereiche des Lebens ziehen, sagte Söder weiter. Als Beispiel nannte er, dass es etwa bei Veranstaltungen in Gastronomie zwar weiter bei Auflagen bei der Personenzahl und der 3G-Regel bleibe, in den eigenen vier Wänden würden sie dafür aber alle wegfallen.

 

Präsenzunterricht in Schulen

In den Schulen soll der Präsenzunterricht nach den Ferien mit vermehrten Tests und einer vorläufigen Maskenpflicht auch am Sitzplatz gesichert werden. In weiterführenden Schulen seien drei Tests pro Woche geplant, in Grund- und Förderschulen sollen die sogenannten Lollitests eingeführt werden, die genauere Ergebnisse lieferten. Bei letzteren werde auch geprüft, inwiefern sie auch für Kindertagesstätten eingesetzt werden könnten.

Die Quarantäneregelung an Schulen soll ebenfalls vereinfacht werden. Wenn etwa ein Schüler positiv auf Corona getestet werde, müsse nicht mehr automatisch die ganze Klasse in Quarantäne gehen, sagt Söder. Stattdessen sollen die Mitschüler dann eine Woche lang täglich getestet werden. «Ein zweites Schuljahr wie das letzte wäre nicht gut», sagte Söder und verwies auf psychosoziale Probleme und besondere Nachteile von Kindern aus bildungsfernen Schichten.

 

Keinen weiteren Lockdown mehr

Söder kündigte zudem an, dass auch die Impfkampagne weiter intensiviert werden müsse, gerade auch im Internet und in sozialen Netzwerken. Hier müsse es darum gehen, den Verunsicherten neue Angebote zu machen und gezielt auf Falsch-Informationen zu reagieren. Söder betonte, er gehe davon aus, dass es eine realistische Chance gebe, dass sich am Ende 80 bis 85 Prozent der Bevölkerung impfen lassen würden. Dazu beitragen werde auch, dass die Corona-Tests (außer in Schulen) ab Oktober kostenpflichtig würden.

Söder betonte, dass es keinen weiteren Lockdown wie in den ersten drei Corona-Wellen mehr geben solle. Dies sei im Umgang mit Geimpften und Genesenen nicht mehr rechtlich möglich. Generell habe die Möglichkeit zur Impfung dazu geführt, «dass die Gefährdungslage der Bevölkerung sich deutlich reduziert hat».

 

Die nächste Kabinettssitzung in Bayern findet am kommenden Dienstag statt. Söder betonte, dass in den kommenden Tagen die Details zu den Neuerungen erarbeitet und anschließend im Kabinett besprochen würden.

 

dpa/MB

Aktuelle Corona-Nachrichten

13.07.2025 Roding: Unberechtigt auf Dachboden genächtigt In Roding wurde am 13. Juli ein 59-Jähriger auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses beim unbefugten Nächtigen angetroffen, festgenommen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen – ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. 26.01.2025 Regensburg: Tödlicher Verkehrsunfall auf der A3 Auf der A3 bei Regensburg kam es heute in den frühen Morgenstunden zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Toten und mehreren Verletzten. 24.01.2025 Bayern: Laut Gerlach gut für künftige Pandemien gewappnet Fünf Jahre nach der ersten bestätigten Corona-Infektion zieht Bayerns Gesundheitsministerin eine positive Bilanz der daraus gezogenen Konsequenzen - anders als Jens Spahn. 12.12.2024 Regensburg: Einbruch in Juweliergeschäft – Zeugen gesucht In Regensburg wurden bei einem Einbruch in ein Juweliergeschäft über 80 Schmuckstücke gestohlen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise. 01.12.2024 Oberhinkofen: Drei Verletzte nach Frontalzusammenstoß Am Samstag, den 30. November 2024, ereignete sich gegen 13:15 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall in Oberhinkofen, Gemeinde Obertraubling, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Der Unfall geschah auf der Kreisstraße R19 kurz hinter dem Ortsausgang. Unfallhergang Ein 91-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Regensburg war in Richtung Regensburg unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache auf 31.10.2024 Bayern: 16.500 Firmen verpassen Frist für Corona-Hilfen-Abrechnung Rund 16.500 bayerische Unternehmen haben trotz einer zusätzlichen einjährigen Frist keine Schlussabrechnung für die Corona-Hilfen des Bundes eingereicht. Dies gab die Industrie- und Handelskammer (IHK) München und Oberbayern bekannt. Betroffene Unternehmen sind nun verpflichtet, den gesamten Corona-Zuschuss plus Zinsen zurückzuzahlen. Firmen, die jedoch eine Fristverlängerung beantragt haben, können ihre Abrechnung im Rahmen eines Anhörungsverfahrens bis

Das könnte Dich auch interessieren

19.03.2026 Regensburg: Mehr als vier Wände – Warum WoFA Brücken baut Ein sicheres Zuhause bedeutet weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf – es ist Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe und ein respektvolles Miteinander. Gerade in einer Stadt wie Regensburg, in der Wohnraum knapp ist, stehen Menschen mit Migrationshintergrund vor besonderen Herausforderungen. Neben der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt erschweren Sprachbarrieren, unterschiedliche kulturelle Gepflogenheiten sowie 19.03.2026 Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg: Korridorsanierung liegt im Zeitplan – Bauarbeiten und Ersatzverkehr stabil Nach sechs Wochen Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg ziehen die Deutsche Bahn und ihre Partner eine positive Zwischenbilanz. Sowohl die Bauarbeiten als auch der umfangreiche Ersatzverkehr mit Bussen laufen stabil. Lucas Griep, DB-Projektleiter der Korridorsanierung Nürnberg–Regensburg, betont: „Wir arbeiten an allen Gewerken mit Hochdruck und sind überall im Zeitplan. In den nächsten Monaten liegt der 19.03.2026 Apotheken-Protest am Montag: Rezepte rechtzeitig einlösen Wer regelmäßig auf Medikamente angewiesen ist, sollte seine Vorräte überprüfen. Denn nächsten Montag sind viele Apotheken in Bayern dicht. Wer akut Hilfe benötigt, findet aber Anlaufstellen und sollte noch rechtzeitig sein Rezept einlösen. 19.03.2026 Berching: Rotorblatt an Windrad abgefallen Das Thema Windkraft sorgt ja immer wieder für Aufregung. So Mittwochmorgen auch in Berching. Aber diesmal aus einem anderen Grund: dort ist nämlich ein rund 15 Tonnen schweres Rotorblatt einer Anlage zu Boden gestürzt.